WGKK verbucht erstmals seit zehn Jahren Bilanzgewinn

Nachhaltige Sanierung aber ausgabenseitig allein nicht zu schaffen

Wien (OTS) - Nach zehn aufeinanderfolgenden Verlustjahren weist
das vorläufige Ergebnis der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) für 2009 einen Bilanzgewinn von 22,9 Millionen Euro aus. In diesem Ergebnis schlagen sich allerdings Sondereffekte des "Kassensanierungspaketes 2009" nieder: Die Auflösung des "Katastrophenfonds" beim Hauptverband oder die Zusatzmittel aus dem Bundesbudget haben zu zusätzlichen Einnahmen in der Höhe von rund 47 Millionen Euro geführt.

Die Obfrau der WGKK, Ingrid Reischl, begrüßt die jüngsten Entwicklungen, schränkt aber gleichzeitig ein: "Die für 2009 beschlossenen Finanzhilfen der Regierung waren überwiegend Einmalmaßnahmen und reichen bei weitem nicht aus." Schon heuer müsse wieder mit Abgängen gerechnet werden - und zwar nicht nur bei der WGKK. Selbst wenn die Gebietskrankenkassen alle ihnen auferlegten Sparziele 2010 erfüllen, wird laut den aktuellen Daten des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger im laufenden Jahr ein Abgang von rund 100 Millionen Euro erwartet. Das von der Politik formulierte Ziel, bis 2013 ausgeglichen zu bilanzieren, sei allein durch Einsparungen nicht zu erreichen.

Die WGKK bemühe sich bei der Umsetzung der Finanzziele und der damit verbundenen Aufwandsdämpfung. "Ausgabenseitig allein ist das Problem aber nicht zu lösen", so Reischl weiter. Zum einen würden die Einnahmen aufgrund der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen, steigenden Arbeitslosigkeit hinter den Erwartungen zurück bleiben. Zum anderen seien Regierungsmaßnahmen wie der Kassenstrukturfonds zu gering und ab kommendem Jahr überhaupt noch nicht dotiert. Reischl wiederholt in diesem Zusammenhang ihre Forderung an die Politik, wonach "versicherungsfremde Leistungen wie etwa das Wochengeld künftig aus Steuermitteln beglichen werden sollten."

Nach einzelnen Ausgabenposten betrachtet haben sich im Vorjahr die Zahlungen für Spitäler mit 803,2 Mio. Euro am stärksten zu Buche geschlagen, gefolgt von den Aufwänden für Ärztliche Hilfe mit 675,9 Mio. Euro und den Medikamentenkosten mit 550,7 Mio. Euro.

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