VIRUS: "Best-Practice"- Karren der via donau ordentlich verfahren!

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

Wien (OTS) - Die Umweltorganisation VIRUS fordert die via donau
dazu auf nicht mehr mit Schutzbehauptungen von der schlechten Performance ihres Flussbaulichen Gesamtprojekts abzulenken. Sprecher Wolfgang Rehm: "Der Karren steckt nun einmal tief im Dreck, da hilft die Berufung auf die internationale Donauschutzkommission ICPDR, deren Ministerkonferenz heute in Wien tagt, auch nicht weiter. Es braucht Ursachenforschung und deutliche Verbesserung bei der Planungsqualität auf Basis modifizierter Grundsätze".

Das "Flussbauliche Gesamtprojekt" ist entgegen der Behauptungen der via donau auch für die ICPDR nicht "Best-Practice" stellen die Umweltschützer klar. Diese hätte zwar alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihr Projekt so in das sogenannte "joint statement" hineinzureklamierenm, sei aber damit gescheitert. Dieses Dokument stellt sogar explizit fest, dass das Flussbauliche Gesamtprojekt nicht "Best-Practice also kein Musterprojekt ist. Weil es diese Anforderungen nicht erfüllt, wird lediglich ein interdisziplinärer Ansatz zur Nachahmung auch bei andern Projekten vorgeschlagen. "Um weiteren mißbräuchlicher Instrumentalisierungen vorzubeugen ist es wichtig zu betonen, dass ein grundsätzlich positiver interdisziplinärer Ansatz noch nicht den Erfolg dieser Bemühungen und keine hohe Planungsqualität garantiert - das Gegenteil von gut ist gut gemeint" so Rehm.

Vielmehr würde dieses Projekt an schweren Planungsfehlern kranken, die schon bei grundlegenden Analysemängeln beginnen würden. So würde das Phänomen der Sohleintiefung von den Projektanten offensichtlich nicht verstanden, die Beitrage der eigenen Baggerungen nach wie vor unter den Teppich gekehrt. "Wesentliche Probleme mit Feinsedimenten wurden bei der Planung überhaupt ignoriert. Positive Projektelemente wie Uferrückbau und Gewässervernetzung gehen nicht weit genug und können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das das Projekt ohne Not einen nachteiligen ökologischen Verdrängungswettbewerb in Gang setzt," stellt Rehm klar.

Auch könne von nachhaltigen Verbesserungen der Fahrwasserbedingungen keine Rede sein. "Was dieses Projekt bei wirklichen Niederwassersituationen macht, mit denen die Schifffahrt allen Unkenrufen zum Trotz ganz gut zurecht kommt wurde nicht einmal dokumentiert," kritisiert Rehm.

Dass aktuell nicht von einer progressiven Eintiefung ausgegangen werden kann, musste im Lauf des Verfahrens auch die Projektantin einräumen. "Dies hindert sie offenbar nicht daran, in der Öffentlichkeit nach wie vor mit dieser zentralen Begründung für ihr UVP-Vorhaben hausieren zu gehen. So wird das nichts mehr. Via donau und Verkehrsministerium sollen endlich den Weg für ein Flussbauliches Gesamptrojekt 2.0 freimachen," fordert Rehm abschließend.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1444

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Rehm
Tel.: 0699/12419913
virus.umweltbureau@wuk.at
http://www.wuk.at/virus

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VIR0001