Skandal in Wilhelmsburg: Jugendbibliothek ade. Gemeinde genehmigt lieber Admiral Spielcasino.

Grüne Niederösterreich/Hippmann: "SPÖ ist Glücksspiel wichtiger, als Bildung der Jugend

St. Pölten (OTS) - Die Grünen Wilhelmsburg sind entsetzt: Aus einer Fußnote in einer Zeitung mussten sie erfahren, dass der Bürgermeister die geplante Kinder-und Jugendbibliothek nicht realisieren wird. Im Gegenzug wird auf dem Areal gegenüber der geplanten Bibliothek ein Admiral Automatencasino eröffnen. "Wilhelmsburger Frauen planten das Projekt auf Punkt und Beistrich. Sie nahmen erfolgreich an Ausbildungen teil, die Sie selbst bezahlten, um den Kindern und Jugendlichen mit Rat und Tat in der Bibliothek zur Seite zu stehen. Aus der Zeitung müssen diese jetzt erfahren, dass das Projekt aus Kostengründen gestorben ist", so die Grüne Mandatarin Sabine Hippmann, die die Vorgehensweise des SP-Bürgermeistern in dieser Sache zutiefst verurteilt.
Unverschämt ist zusätzlich die Tatsache, dass sich gegenüber dem Areal, wo die Bibliothek errichtet werden sollte, nun ein Admiral-Automatencasino ansiedeln wird - in einer Schutzzone -genehmigt vom Bürgermeister.
Die Grüne Mandatarin Sabine Hippmann kennt den Grund für die Vorgehensweise des Bürgermeisters: Das neue Fachmarktzentrum kostet der Gemeinde wesentlich mehr als geplant. Die Gemeindekassen sind aber leer. Daher ist es eine Milchmädchenrechnung: Die Jugendbibliothek kostet Geld. Das Casino bringt Geld. Die Gemeinde braucht Geld.
"Ein Affront. Ideen und Projekte von Bürgerinnen werden dem Profit geopfert", so Hippmann. "Die SP tritt die Bildung und den Schutz unserer Jugend mit Füßen und gewährt dem kleinen Glücksspiel stattdessen Einzug in unsere Gemeinde. Ein Skandal", so die Grüne, die den Argumenten des Bürgermeisters nichts abgewinnen kann. Hippmann erinnert: "Die Grünen Niederösterreich haben bereits des Öfteren bewiesen, dass es für Jugendliche ein Leichtes ist, in Admiral/Novomatic-Casinos in Niederösterreich zu spielen. Die Jugendschutzkontrollen sind defacto nicht vorhanden. Das wird in Wilhelmsburg nicht anders sein, oder will sich der Bürgermeister persönlich als gewissenhafter Türsteher bewerben? Die Grünen Wilhelmsburg werden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, dieses Casino zu verhindern und stattdessen weiter die Umsetzung der Jugendbibliothek einfordern", hält Hippmann fest. Unterstützung erhält Hippmann vom Grün-Landesgeschäftsführer Thomas Huber: "Entwicklungen wie jene in Wilhelmsburg sind der Beweis, dass die Wiedereinführung des kleinen Glücksspiels in Niederösterreich keine positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft haben kann. Wenn Profit jetzt schon mehr wert ist, als der Schutz und die Bildung unserer Kinder, dann treten die Grünen einmal mehr für die Abschaffung des kleinen Glücksspiels ein", so Huber.

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