ÖAMTC zur City-Maut-Absage der Wiener: Vernunft hat gesiegt

Das Nein zur Maut ist kein Freibrief für eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung

Wien (OTS) - Nach derzeitigem Auswertungsstand der Volksbefragung haben sich knapp drei Viertel der Umfrageteilnehmer mit einem klaren Nein gegen die City-Maut ausgesprochen. "Damit ist das Ergebnis sogar noch eindeutiger ausgefallen, als zu erwarten war", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. "Schließlich kauft niemand gerne die Katze im Sack." Viele Faktoren zum wo, wie viel und für wen die City-Maut eigentlich gelten sollte, waren ungeklärt. Noch dazu verfügt Wien ohnehin über eine vorhandene, funktionierende Parkraumbewirtschaftung, Park & Ride-Systeme und sehr gut ausgebaute öffentliche Transportmittel in Kombination zum Individualverkehr.

Etwaigen Plänen, das Votum gegen die City-Maut jetzt zum Freibrief für eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung umzuinterpretieren, erteilt der ÖAMTC eine klare Absage. "Davon war in der Volksbefragung keine Rede. Das würde letztendlich dazu führen, dass die Wiener und alle jene, die nicht mit den Öffis nach Wien kommen, jetzt auf anderem Wege geschröpft werden sollen", sagt die ÖAMTC-Expertin.

Wichtiger wäre es, sich darauf zu konzentrieren, wie man den Wienern und den 200.000 nach Wien einpendelnden Kraftfahrern den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel noch schmackhafter machen kann. Der hohe Pkw-Anteil im Pendlerverkehr und der steigende Durchfahrtsverkehr sind nur durch durchdachte Lösungsansätze zu verbessern. Der ÖAMTC schlägt dazu vor:

  • Bessere Bewerbung des bestehenden Park & Ride-Angebotes
  • Verbesserung der Umsteigemöglichkeiten vom Auto zu den öffentlichen Verkehrsmitteln entlang des Straßennetzes an der Peripherie
  • Weiterer Ausbau des Nahverkehrssystems im Großraum Wien zur Qualitätsverbesserung für den Pendlerverkehr
  • Rasche Umsetzung des Verkehrsinformations- und Verkehrsmanagementsystems am Autobahnnetz und Zusammenführung mit den innerstädtischen Verkehrsleitsystemen
  • Förderung von Mobilitätsinitiativen, beispielsweise Fahrgemeinschaften

Der ÖAMTC hatte im Vorfeld der Volksbefragung eine Online-Umfrage durchgeführt, an der über 6.600 Personen teilgenommen haben. "Das Ergebnis der ÖAMTC-Befragung ist quasi ident mit dem der Volksbefragung", sagt die ÖAMTC-Verkehrswirtschafsexpertin abschließend.

(Schluss)
Eva Käßmayer

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