Kolporteure oder doch organisierte Bettler?

Dubioser Zeitschriftenverkauf vor Supermärkten ärgert Kunden

Wien (OTS) - In Wien gibt es seit einiger Zeit ein neues Phänomen:
Es gibt fast keinen Supermarkt mehr, vor dessen Eingang nicht ein Zeitungsverkäufer auf Supermarktkunden lauert. Bei den angebotenen Zeitungen handelt es sich aber nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, um eine der gängigen Tageszeitungen. Es werden Druckwerke wie etwa eine "Bunte Zeitung" angeboten, aber auch einfach Postwurfsendungen oder Prospekte, die zuvor aus Altpapiercontainern oder sogar Postwurffächern besorgt wurden.

Die meisten dieser so genannten Kolporteure verfügen zwar über eine Genehmigung vom Magistrat, wobei sich aber die Frage aufdrängt:
aufgrund welcher rechtlichen Bestimmungen wurden diese Genehmigungen zum Straßenverkauf von Zeitungen erteilt und nach welchen Kriterien vergeben? Und wer kontrolliert, ob die Verkäufer diese ordnungsgemäß verwenden oder überhaupt eine haben?

Häupls Hausordnung ist lückenhaft

"Es drängt sich die Vermutung auf, dass hier nicht der Zeitungsverkauf im Vordergrund steht, sondern es sich vielmehr um eine neue Form organisierter Bettelei handelt. Die sehr konsequente Art und Weise, wie diese Kolporteure an die Supermarktkunden herangehen und ihre Druckwerke anbieten, lassen auf das gezielte Vorgehen einer Organisation schließen. Die Beschwerden der Wienerinnen und Wiener nehmen täglich zu. Hier muss die Stadt tätig werden. Es muss verstärkt kontrolliert werden, ob Genehmigungen tatsächlich vorliegen und welche Druckwerke hier angeboten werden. Wir wollen auch Aufklärung von Seiten der Stadt, wie viele Genehmigungen es mittlerweile gibt, denn die Zahl dieser Zeitungsverkäufer droht auszuufern. In diesem Bereich ist die von Bürgermeister Häupl vielfach in den Mund genommene Hausordnung sehr lückenhaft", betont der Sicherheitssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Wolfgang Ulm, der diesbezüglich auch eine Anfrage im Wiener Gemeinderat ankündigt.

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