"profil": Schon im Februar 2009 Verdacht gegen Dewitte

Intendantin der Berliner Philharmoniker forderte Einsicht in Dienstvertrag und Auskunft über Millionenspende

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, gab es schon im Februar 2009 Verdachtsmomente gegen den früheren Geschäftsführer der Salzburger Osterfestspiele, Michael Dewitte. Dies geht aus einem "profil" vorliegenden E-Mail-Verkehr zwischen der Intendantin der Berliner Philharmoniker, Pamela Rosenberg, und Dewitte von Ende Jänner/Anfang Februar 2009 hervor. Am 28. Jänner 2009 forderte Rosenberg, auch Mitglied des Festspiel-Kuratoriums, von Dewitte Informationen zur 2,5-Millionen-Euro-Spende des russischen Festspiel-Sponsors Igor Vidyaev. In seiner Antwort vom 2. Februar reagierte Dewitte laut "profil" beleidigt: "Durch Ihre Handlungsweise und Wortwahl haben Sie die Seriosität meiner Geschäftsführung auch Dritten gegenüber in Frage gestellt". Er fühle sich "zutiefst verletzt". Daraufhin forderte Rosenberg eindringlich Dewittes "aktuellen Dienstvertrag" und Auskünfte über dessen Verhältnis zu Vidyaev. Die Auseinandersetzung blieb freilich ohne Folgen.

Erst zehn Monate später, im Dezember, führte eine Sonderprüfung der Osterfestspiele zur Aufdeckung der Machenschaften. Wie mittlerweile bekannt, soll Dewitte 300.000 Euro von Vidyaevs erster Spenden-Tranche als Provision abgezweigt haben.

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