Zuckerl wären eh vermessen ... (von Daniela Gross)

Ausgabe 13. Feb. 2010

Klagenfurt (OTS) - Na hoppla: Da hat man es eilig, endlich ein Pensionspaket zu schnüren, das Österreich dringendst braucht, und plötzlich steigt man voll auf die Bremse. Der Sozialminister könne nicht garantieren, dass sich der Wurf noch vor den Landtagswahlen in Wien und der Steiermark ausgeht - um keine Angriffsflächen für den Wahlkampf zu liefern.

Aber würde er das denn? Der Anteil der Pensionsbezieher steigt stetig - und wird mit dem Status quo unseres Systems nicht mehr finanzierbar sein. Ergo ist die Realität unpopulär und heißt: höheres Antrittsalter oder/und Pensionsabschläge. Das ist keine Hiobsbotschaft, sondern altbekannt. Zu glauben, die Reform würde finanzielle Zuckerln und Zugeständnisse verteilen, wäre angesichts dessen vermessen, ja wahnwitzig. Bleiben also noch zwei Angst-Szenarien: Die Regierung weiß weder ein noch aus und schiebt die Wahlen als Vorwand vor, oder der zwingende große Wurf wird gar so grauslich, dass das höhere Antrittsalter noch die netteste Antwort auf die Pensions-Misere ist ...

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