Koronarangiographie für herzkranke Innviertler

Ried (OTS) - Im Dezember 2009 wurde am Krankenhaus der
Barmherzigen Schwestern Ried der Probebetrieb der Koronarangiographie aufgenommen, welcher ausgezeichnet verlaufen ist. Mitte Jänner 2010 wurde dieser Probebetrieb auf Wunsch des Landes Oö. bis zur Klärung der Sach- und Rechtslage wieder eingestellt.
Nun scheint die Lage geklärt zu sein und die Koronarangiographie müsste den Rieder Patientinnen und Patienten nicht mehr vorenthalten werden.

Der zwei Jahre laufende Unterausschuss des Landtages hat sich von 2007 bis 2009 mit dem Thema der Verbesserung der Herzinfarktversorgung in OÖ auseinandergesetzt und führte am 29. Juni 2009 zu dem einstimmigen Beschluss in der Gesundheitsplattform OÖ, drei Herzkatheterplätze für Koronarangiographien, darunter auch am Schwerpunktkrankenhaus Ried, zu schaffen. Die Gesundheitsplattform hat beschlossen, eine rasche Verbesserung der flächendeckenden Versorgung mit koronarangiographischen Leistungen durch die Schaffung weiterer Herzkatheterplätze an den Standorten der Schwerpunktkrankenhäuser LKH Steyr, LKH Vöcklabruck und Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried vorzunehmen.

An der Kardiologischen Abteilung am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried wurde im Dezember 2009 der Probebetrieb der Herzkatheteruntersuchungen an einer im Oö und Ö. Strukturplan Gesundheit festgeschriebenen und sanitätsbehördlich genehmigten Angiographieanlage aufgenommen. Angeschafft wurden lediglich Messsonden und -geräte, um verschiedene Druckmessungen am Herzen vorzunehmen.

Die Herzspezialisten sind bereit
Der Leiter der Kardiologischen Abteilung Ried, Prim. Dr. Thomas Winter, ist ein hochqualifizierter Internist mit den Zusatzfächern Kardiologie und internistische Intensivmedizin. Er war zuvor Leiter des Herzkatheterlabors im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz und ist von der medizinischen Notwendigkeit eines Herzkatheterlabors am Schwerpunktkrankenhaus überzeugt. "Schon im Probebetrieb wurde deutlich, dass wir in Ried hohe Fallzahlen bei den Koronarangiographien erreichen, weil es hier besonders viele herzkranke Patienten gibt", so Kardiologe Winter. Neun Ärzte sind ausschließlich für die Behandlung von Patienten mit Herzproblemen zuständig, eine eigene Herz-Intensivstation ist vorhanden und das erfahrene medizin-technische Katheterpersonal war längere Zeit zur Einschulung im Linzer Schwesternkrankenhaus.

Nicht nur die Qualität stimmt, auch die Wirtschaftlichkeit
Das Krankenhaus der BHS Ried geht wirtschaftlich mit den Ressourcen um - es ist das kostengünstigste Spital je LKF-Punkt in OÖ und ist gleichzeitig seit 2005 das erste qualitäts- und wertezertifizierte Krankenhaus Österreichs.
Bei der raschen Realisierung der Koronarangiographie ist man einen innovativen Weg gegangen: Die Angiographieanlage am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried wird gemeinsam von Radiologie und Kardiologie genützt werden - das erhöht die Wirtschaftlichkeit eines solchen Großgerätes. Seit mehr als 30 Jahren wird im Rieder Spital angiographiert und seit mehr als 20 Jahren werden hier Gefäßdehnungen vorgenommen.
Der Antrag auf Genehmigung einer Anlage für Koronarangiographie wurde vom gesondert eingesetzten Landtags-Unterausschuss nach eingehender Prüfung unterstützt und unser Standort durch die Gesundheitsplattform OÖ genehmigt.

Behördenverfahren
Die ausstehende formelle Genehmigung durch die Bundesgesundheitskommission war bislang immer ein Formalakt, der den Empfehlungen des jeweiligen Bundeslandes gefolgt ist. Das wurde vom Gesundheitsministerium auch so bestätigt, las man am 10. Februar in den OÖN, Seite 5 "... Das Gremium, das über Ja oder Nein der Herzkatheter entscheidet, sei die Gesundheitsplattform des Landes, heißt es im Gesundheitsministerium ..."

Im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried wurden bislang alle Behördenverfahren gesetzeskonform abgewickelt und alle Genehmigungsanträge positiv beschieden. Seit 22. Jänner 2010 liegen die Antworten auf zehn Fragen, welche die Direktion Soziales und Gesundheit dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried gestellt hat, der Behörde vor.

Was bekommen die Innviertler?
Faktum ist nach wie vor die Benachteiligung der Bevölkerung außerhalb des Ballungsraumes Linz-Wels, der sich einerseits in einer höheren Sterblichkeit am akuten Herzinfarkt äußert: 2007 war die Sterblichkeit im Innviertel um 48 % höher als in Linz. Andererseits führt die dezentrale Lage zu viel geringeren koronarangiographischen Leistungen: Die Herzkatheteruntersuchungshäufigkeit für die Einwohner von Linz war beinahe viermal höher, die von Wels beinahe dreimal höher als jene für die Rieder Bevölkerung (Zahlen 2005 aus dem COR Konzept der KH Vöcklabruck und Steyr).

"Wir könnten den Menschen im Innviertel endlich diese Verbesserung der Herzversorgung anbieten und wollen ihnen die moderne Herzmedizin nicht länger vorenthalten", hält Geschäftsführer Mag. Oliver Rendel zum Thema Koronarangiographie fest und weiter "Unser Ziel ist eine zeitgemäße, moderne Medizin mit Qualität und Seele für die Menschen in unserer Region."

Fotos auf www.vinzenzgruppe.at/presse
* Geschäftsführer Mag. Oliver Rendel (Portrait, Hochformat)
* Prim. Dr. Thomas Winter, Leiter der Kardiologischen Abteilung (Portrait, Hochformat)
* Koronarangiographie-Szenerie (Querformat)
Alle Fotos: BHS Ried, Fotograf: Christian Jungwirth

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Mag. Ulrike Tschernuth
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