Meinrad Rahofer verstorben

Wien (OTS) - Dr. Meinrad Rahofer, Geschäftsführer des Kuratoriums für Journalistenausbildung (KfJ), ist in den Morgenstunden des 12. Februar nach kurzer schwerer Krankheit im 55. Lebensjahr verstorben.

Rahofer war mehr als 20 Jahre für das KfJ tätig und hat in dieser Zeit mehrere Journalistengenerationen geprägt. Er festigte die Stellung des KfJ als führende Ausbildungsinstitution im Medienwesen, wobei sein Blickwinkel stets auch auf künftige Entwicklungen der Medienwelt gerichtet war.

Meinrad Rahofer wurde am 1. Februar 1956 in Frankenmarkt, Oberösterreich, geboren. Schon während seines Studiums an der Universität Salzburg war er als Reporter und im Bereich PR und Werbung tätig. Journalistische Sporen verdiente er sich bei der Salzburger Volkszeitung und im Salzburger Landespressebüro. Auch für den Film hat Rahofer gearbeitet, gerne erzählte er von seiner Arbeit mit Regisseur Reinhard Schwabenitzky. 1990 schloss er das Studium der Publizistik und Politikwissenschaft mit dem Doktorgrad ab.

1989 stieg er als Assistent des Geschäftsführers im Kuratorium für Journalistenausbildung ein, seit 1997 ist er dessen Geschäftsführer.

Sein internationales Netz an Kontakten bereicherte das Kuratorium für Journalistenausbildung, die Weiterbildung in Österreich und den Journalismus im Land. Er lud regelmäßig Referenten aus dem Ausland ein und tauschte sich mit Kollegen in Europa und weltweit aus. Sie schätzten seine Ausbildungsideen und wählten ihn 2003 bis 2006 zum Vizepräsidenten der Europäischen Vereinigung der Journalistenausbildungen EJTA. Als Mitbegründer und derzeitiger Vizepräsident der "Initiative Qualität im Journalismus - IQ" trug er wesentlich zur Aufrechterhaltung journalistischer Qualitätsstandards in Österreich bei. Nicht zuletzt dafür erhielt er 2005 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2007 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg.

Rahofer prägte nicht nur das Ausbildungsprogramm des KfJ. Er unterrichtete auch selbst und teilte seine reiche Erfahrung an der Universität Salzburg, der Pädagogischen Akademie Steiermark, in Südtirol an Cusanus Akademie in Brixen, an der Universität Bozen, sowie unzähligen weiteren Aus- und Weiterbildungseinrichtungen.

Meinrad Rahofer hinterlässt eine neunjährige Tochter.

Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland trauern um ihn:

Claus Reitan, Chefredakteur Die Furche: "Er war die Seele der Journalistenausbildung in Österreich."

Sylvia Egli von Matt, Präsidentin der European Journalism Training Association (EJTA) und Leiterin der Schweizer Journalistenschule MAZ:
"Mit Meinrad Rahofer ist eine gewichtige und liebenswürdige Stimme verstummt. Er wird uns auf vielen Ebenen fehlen, wir werden sein und unser Anliegen allein weiter verfolgen müssen."

Prof. Dr. Michael Haller, Lehrstuhl Journalistik an der Universität Leipzig, Leiter des Instituts für Praktische Journalismusforschung: "Mit Dr. Meinrad Rahofer hat uns ein engagierter Streiter für die öffentliche Aufgabe des Journalismus und einer der besten Journalistenausbilder des deutschen Sprachraums verlassen. Der österreichische Journalismus hat einen seiner wichtigsten Fürsprecher verloren."

Dr. Gerhard Rettenegger, Chefredakteur ORF Landesstudio Salzburg:
"Meinrad Rahofer war einer, der Wissen teilte, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Er wird mir fehlen, als Journalistenausbildner, als Kollege, als Freund."

Reinhard Schwabenitzky, Regisseur: "Wir sind tief betroffen, denn Meinrad war uns einer der liebsten Zeitgenossen. Er war einer meiner unauffälligsten Freunde, stach aber meilenweit aus der Masse hervor. Es ist ein großer Verlust für uns."

Das Team und der Vorstand des Kuratoriums für Journalistenausbildung sind tief betroffen. Der österreichische Journalismus hat einen Kämpfer für Qualität und hohe Standards verloren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

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