Lopatka-Angriffe auf ÖBB-Pensionen sind unqualifiziert

Eisenbahner zahlen bereits einen höheren Pensionssicherungsbeitrag. Tatsache ist, dass sich das Finanzierungssystem für Eisenbahner-Pensionen verschlechtert

Wien (OTS) - Im Zuge der Pensionsverhandlungen 2000 wurde die Anpassung der Pensionen der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner an das allgemeine Pensionsrecht verhandelt. Mitverhandelt wurde dabei die Regelung der Nebengebühren als Äquivalent zum Pensionssicherungsbeitrag der Eisenbahner.

Das Ergebnis ist analog zu den Nebengebührenpauschalregelungen der Beamten zu sehen. Zur Richtigstellung sei noch angeführt, dass die Erhöhung des Nebengebühren-Durchschnittssatzes im Jahr 2010 12,30 Prozent beträgt, der absolute Betrag ist zudem gedeckelt.

Eisenbahner zahlen höheren Pensionssicherungsbeitrag

"Dem Finanz-Staatssekretär ist zu empfehlen, sich über Inhalte exakt zu informieren, bevor er zu sensiblen Themen in der Öffentlichkeit Stellung nimmt", sagt Karl-Heinz Eigentler, Vorsitzender der FCG Schiene in der vida.

Ein Aufschnüren des Verhandlungsergebnisses zu den ÖBB-Pensionen aus dem Jahr 2000 (schrittweise Erhöhung der Bemessung der Nebengebühren von zehn auf 15 Prozent bis 2015) würde eine völlige Neuverhandlung der Pensionen bedeuten. "Das würde auch das Themas aufwerfen, dass Eisenbahnerinnen und Eisenbahner 50 Prozent höhere Beitragszahlungen (Pensionssicherungsbeitrag) zum Pensionssystem beitragen", so Eigentler.

Finanzierungssystem verschlechtert sich

Verwunderlich ist für Eigentler, dass Eisenbahnerinnen und Eisenbahner die einzige Berufsgruppe sind, bei denen unter absurden Rahmenbedingungen bei der Berechnung der Kosten für die Pensionen eine noch viel absurdere Betrachtungsweise bis zum Jahr 2056 herangezogen wird: "Es dürfte Lopatka entgangen sein, dass die seit 2005 ins Unternehmen eingetretenen Eisenbahnerinnen und Eisenbahner bereits dem ASVG unterliegen."

Das Ergebnis ist nämlich, dass das Umlagesystem bei den ÖBB-Pensionen gekippt wurde. Das Finanzierungssystem verschlechtert sich dadurch zwangsläufig, während im Gegenzug für die seit dem Jahre 2005 von jungen Versicherten getätigten Beitragszahlungen im ASVG für die nächsten 45 Jahre für dieses Beitragszahler fast keine Leistungen anfallen.

Angriffe unqualifiziert und unfair

"Darüber sollte sich Herr Lopatka einmal gewissenhaft den Kopf zerbrechen. Angesichts der Fakten ist die seit mehreren Tagen anhaltende 'Aktion scharf' des Staatssekretärs gegen die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner und deren Pensionen eine polarisierende Aktion!", kritisiert Eigentler. "Diese unqualifizierten Angriffe sind unfair und entziehen sich jeder menschlichen Achtung! Die ÖBB-Angestellten leisten gute Arbeit und haben ein Anrecht darauf, dass diese Arbeit anerkannt wird!"

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