Psychiater: "Religion kann Ihre Gesundheit fördern"

Mediziner Bonelli im "Sonntag"-Interview: Im Glauben Verankerte sind besser geschützt vor Sucht, Depression und Selbstmord

Wien, 12.02.2010 (KAP) Auf das gesundheitsfördernde Potenzial der Religion hat der Psychiater und Neurologe Prof. Raphael Bonelli hingewiesen. Viele neuere wissenschaftliche Studien würden einen "wohltuenden, ja psychohygienischen Einfluss der Religiosität" aufzeigen, so Bonelli in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag". Er sehe das ganz besonders im Bereich der Sucht, der Depression und der Selbstmordprävention. Bonelli: "Religiöse Menschen sind da etwas geschützter."

Das bedeute aber nicht, "dass ein Kranker nur genug glauben muss, um auch gesund zu werden". Glaube dürfe nie als Medizin verkauft werden, so Bonelli: "Glaube ist kein Mittel zum Zweck, und schon gar nicht zum Zweck der Gesundheit."

Ein gelebter Glaube mit den entsprechenden verinnerlichten Werten durchwirke den Lebensstil. Der gläubige Mensch lebe oft gesünder, "weil er vielleicht weniger exzessiv Alkohol und sonstige Suchtmittel konsumiert, sich möglicherweise beim Essen mehr zurückhält, die Sexualität geordneter lebt, weniger der Arbeitssucht verfällt, die Familie hochhält, die Beziehungen pflegt, gegen seinen Egoismus ankämpft und Rücksichten nimmt, also das Risikoverhalten reduziert".

Der Facharzt für Psychiatrie räumte ein, dass es auch eine "ungesunde" Religiosität gebe, die ängstlich macht oder fanatisch. Aber das sei eine missverstandene Religiosität.

(Meldung im Volltext unter www.kathpress.at)

(forts. mgl.)
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