Soziale Absicherung für EPU: Wichtige Erfolge erzielt

Optimalen Rahmen für unternehmerische Tätigkeit schaffen

Wien (OTS/PWK125) - Zur sozialen Absicherung von Ein-Personen-Unternehmen (EPU) in Österreich betonte der EPU-Beauftragte der Wirtschaftskammer Österreich, Rudolf Obereder, dass hier bereits wichtige Erfolge erzielt worden sind: "Gerade was die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die soziale Absicherung betrifft konnten in der jüngsten Vergangenheit große Erfolge erzielt werden. So wurde etwa die Besteuerung der Unternehmensgewinne an die günstigere Besteuerung des 13. und 14. Gehalts von Unselbstständigen angeglichen. Die Lohnnebenkostenförderung, mit einer Rückerstattung von 25 % des Bruttolohns bzw. -gehalts, bei der Aufnahme des ersten jungen Mitarbeiters begünstigt weiteres Wachstum."

Klar sei, dass die Grenzen zwischen selbstständigen und unselbstständigen Formen der Erwerbstätigkeit zunehmend verschwimmen. Und in einem Erwerbsleben sei es heutzutage häufiger möglich, sowohl als Unselbständiger als auch als Selbständiger tätig zu sein. "Flexiblere Zeiteinteilung und Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung und das Erkennen einer Marktchance bzw. die Umsetzung einer Produktidee sind wichtige Motive für den Weg in die Selbstständigkeit", so Obereder. Trotzdem könne Unternehmern nicht das unternehmerische Risiko genommen werden. Obereder: "Wir können nur versuchen, das soziale Auffangnetz so dicht wie möglich zu gestalten und damit einen optimalen Rahmen für unternehmerische Tätigkeit schaffen!"

Freiwillige Arbeitslosenversicherung attraktiver machen!

Die freiwillige Arbeitslosenversicherung erleichtert den Wechsel von unselbstständiger Tätigkeit in die Selbstständigkeit. Derzeit haben aber 13 Prozent der Neugründer keine Arbeitslosenversicherung und sind deshalb von einer etwaigen Arbeitslosigkeit besonders hart betroffen. Um dieses Modell attraktiver zu machen, fordert die Wirtschaftskammer eine Beitragssenkung: Konkret sollen Neugründer für zwei Jahre einen um die Hälfte reduzierten Beitragssatz entrichten, also anstatt sechs nur drei Prozent an Arbeitslosenversicherungsbeitrag abführen.

Zudem sind mit der Selbstständigenvorsorge UnternehmerInnen in das Modell der Abfertigung neu eingebunden und erhalten bei Pensionsantritt entweder eine steuerfreie monatliche Zusatzpension oder einen steuerbegünstigten Einmal-Barbetrag ausbezahlt. "Diese Gleichstellung mit den unselbstständig Erwerbstätigen konnte ohne wesentliche Zusatzkosten erreicht werden, da gleichzeitig die Krankenversicherungsbeiträge gesenkt wurden", betont der EPU-Beauftragte. Verbesserungen gab es zudem durch die Beitragssenkung bei der Zusatzkrankenversicherung bei der SVA von 4,25 % auf 2,5 %. "Dadurch konnte das Angebot deutlich an Attraktivität gewinnen. Darüber hinaus stehen Unternehmen in ganz Österreich spezielle Angebote zur Betriebsunterbrechungsversicherung von privaten Versicherungsanbietern zur Verfügung", so Obereder.

Betriebshilfe und Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten positiv

In einer Krisensituation von besonderer Bedeutung ist das Angebot der Betriebshilfe, die Kleinstunternehmerinnen und Kleinstunternehmer im Ernstfall unterstützt. Mutterschaft, Krankheit oder Unfall stellen eine enorme Herausforderung dar. Durch die Betriebshilfe wird eine Ersatzarbeitskraft zur Verfügung gestellt. Dieser Einsatz während des Mutterschutzes (8 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt) ist für die Unternehmerin kostenlos.

Obereder verweist zudem auf die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten, die zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beiträgt. In Hinblick auf die Forderung der Grünen nach einer Erhöhung des Wochengeldes sei diese deckungsgleich mit jener der WKÖ. Derzeit hat eine Unternehmerin nur Anspruch auf Wochengeld in Höhe von Euro 25,57 täglich. (us)

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