Mut für den Aufschwung und die Erneuerung machen

Gemeinsame Info-Offensive von Wirtschaftsministerium und WKS für Finanzierungen und Innovationen

Salzburg (OTS) - In wirtschaftlich schwierigen Zeiten geht es vor allem darum, den Betrieben Mut zu Investitionen und Innovationen zu machen und mit optimierten Förderaktionen die Finanzierung der Projekte zu ermöglichen. Diesem gemeinsamen Ziel dient eine Info-Offensive von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer Salzburg, zu der anlässlich eines Salzburg-Besuches von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner der Startschuss gegeben wurde. In einem gemeinsamen Pressegespräch von Wirtschaftsminister Mitterlehner und WKS-Präsident Julius Schmalz wurden die verbesserten Fördermöglichkeiten heute, Freitag, vorgestellt.
Mit Info-Foldern und Mailings an die Mitglieder der WKS wird ab sofort über die wichtigsten Fördermöglichkeiten des "austria wirtschaftsservice" (aws) informiert. Insbesondere die verbesserten zinsgünstigen ERP-Kleinkredite stehen im Mittelpunkt. "Nicht nur den Banken und Großbetrieben, auch den Klein- und Mittelbetrieben wurde im Rahmen der Konjunkturpakete viel Geld zur Verfügung gestellt, das verstärkt abgeholt werden muss. Denn jetzt brauchen wir Innovationen und Investitionen, um die beginnende Wirtschaftserholung abzusichern", betont WKS-Präsident Schmalz.
Plus im Wachstumsprogramm für Kleinstbetriebe
Nicht nur die Bundesregierung hat in der Krise 2008/2009 mit konjunkturstützenden Maßnahmen einen noch größeren Abschwung verhindert, auch auf Landesebene wurden von WKS und Landes-Wirtschaftsförderung gleich zu Beginn der Rezession im Spätherbst 2008 Förderpakete geschnürt, die von den Betrieben sehr gut genutzt wurden. Die Bilanz 2009 der für die KMU wichtigen Förderaktionen des Landes zeigt, dass hier zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Instrumente zur Verfügung gestellt wurden:
- Gemeinsam mit dem Wirtschaftsressort hat die WKS den Wachstumsfonds als zentrales und flexibles Instrument 2008 neu auf die Beine gestellt und damit die Wirtschaftsförderung des Landes Salzburg gänzlich neu ausgerichtet.
- Im Zuge der Neuausrichtung wurde aus dem früheren Landeskleingewerbefonds das flexiblere "Wachstumsprogramm für Kleinstbetriebe", in das auch Mittel der WKS für die Wirtschaftsförderung fließen. "Das Wachstumsprogramm für Kleinstbetriebe wurde in Zusammenarbeit mit der WKS bei Krisenausbruch sofort verbessert. Die Förderprämien und Zinszuschüsse wurden um 100% angehoben, in Regionen mit größeren Problemen um 50%", erinnert Schmalz an das 2008 geschnürte "Salzburg-Paket für Wachstum und Arbeit".
So stieg die Inanspruchnahme des Wachstumsprogramms für Kleinstbetriebe deutlich: Nutzten das Programm im Rumpfjahr 2008 160 Betriebe, waren es 2009 354 Unternehmen. 2008 wurden 276.588 Euro an Förderungen genehmigt, 2009 983.000 Euro. Durch die Förderungen wurden 15,3 Mill. Euro an Investitionen ausgelöst (2008: 7,6 Mill. Euro). "Das heißt, wenn gut gefördert wird, werden die Fördertöpfe auch in Anspruch genommen. Auch die Salzburger Kreditinstitute waren bei den Investitionen zur Gewährung von zinsgünstigen Krediten bereit. Land und WKS haben somit aktiv mitgeholfen, dass sich die kleine und mittelständische Wirtschaft als wichtige Stütze für die Gesamtwirtschaft und die Beschäftigung bewähren konnte."
Bewährt und mehr genutzt denn je: Bürgschaftsbank Salzburg
40 Jahre lang schon bewährt sich die Bürgschaftsbank Salzburg (bbs) -früher Salzburger Kreditgarantiegesellschaft - als Garantieinstrument für die Salzburger Wirtschaft. Besonders in schwierigen Zeiten erweist sich die bbs als höchst wirksame Form der Wirtschaftsförderung. "Die Bürgschaften der Bürgschaftsbank ermöglichen damit Investitionen, die sonst nicht verwirklicht würden", verweist Aufsichtsratsvorsitzender WKS-Präsident Julius Schmalz auf den grundlegenden Nutzen der bbs: "Sie hat sich besonders 2009 als Turbo für Investitionen erwiesen."
Darum hat die Wirtschaftskammer Salzburg auch erfolgreich dafür gekämpft, dass die bbs durch Ausweitung des Haftungsrahmens noch mehr Betrieben Garantien geben kann. 2009 konnte für eine Kreditsumme von 11,9 Mill. Euro gebürgt werden, das bedeutet nahezu eine Verdoppelung des Gesamtvolumens 2008.
Durch die Bürgschaften der Bürgschaftsbank wurden Investitionen in die Wege geleitet, mit denen in 40 Jahren insgesamt rund 18.500 Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten wurden. Ohne die Bürgschaften der Bürgschaftsbank würde das Bruttoregionalprodukt der Salzburger Wirtschaft um rund 40 Mill. Euro im Jahr geringer ausfallen. Betriebe investieren wieder mehr in F & E
Mehr Förderungen für Forschung & Entwicklung denn je sind im vergangenen Jahr an Salzburger Firmen geflossen - auch ein Verdienst des Innovationsservice von Land und Wirtschaftskammer Salzburg. Alleine die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die nationale Fördergesellschaft für anwendungsorientierte und wirtschaftsnahe Forschung in Österreich, hat im Vorjahr um 81% mehr Geld nach Salzburg vergeben als 2008. Mit insgesamt 13,5 Mill. Euro wurde die Entwicklung und Markteinführung innovativer Salzburger Produkte, Verfahren und Dienstleistungen unterstützt. Die Summe teilt sich auf 47 Unternehmen auf, das sind um 17,5% mehr als 2008.
Jahresthema 2010 der WKS: "Wirtschaft für Aufbruch und Erneuerung" Die gemeinsame Info-Offensive mit dem Wirtschaftsministerium steht für die WKS schon im Zeichen des heurigen Jahresthemas "Wirtschaft für Aufbruch und Erneuerung". Die Stoßrichtung dieses Themas, zu dem wieder die gesamte Salzburger WK-Organisation Beiträge liefert, geht in zwei Richtungen. Zum einen werden die Reformnotwendigkeiten in Bürokratie, Staats- und Verwaltungsstruktur und Sozialsystem zur Sprache gebracht, zum anderen geht es um Unterstützung der Betriebe zur Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Wirtschaftsprozesse. In Veranstaltungen, Kampagnen und einem Wettbewerb wird noch im Frühjahr verstärkt die Notwendigkeit eines Aufbruchs aus der Krisen- und Schuldenfalle thematisiert.
"Die WKS leistet aber auch selbst einen weiteren Beitrag der Erneuerung ihrer internen Strukturen mit dem Ziel einer höheren Beratungseffizienz", betont Schmalz. Derzeit arbeiten die Rechts- und Förderexperten der WKS an einer neuen Beratungsstruktur in verschiedenen Förderbereichen. Mittels konzentrierter Teamberatung soll - entsprechend dem erfolgreichen Beispiel der WKS-Kampagne "Chancenmanagement in der Krise" - ein konkreter Beitrag zur Bewältigung des nicht immer leicht durchschaubaren Aufwandes bei Förderungen geleistet werden. Das "Fördernetzwerk" der WKS wird dabei auch externe Partner mit einbeziehen. Das Ziel: Mitglieder werden, wenn notwendig, von der Identifizierung des Förderbedarfs über die Antragstellung bis zur Antragverfolgung und Abwicklung bei den verschiedenen Förderstellen begleitet. WKS-Präsident Schmalz: "Unser Ziel ist es, dass die bereitgestellten Förderaktionen besser wahrgenommen werden, die Mittel auch punktgenau beantragt werden und die Abläufe insgesamt beschleunigt werden - alles in allem ein konkreter Beitrag zur Konjunkturförderung!"
Richtige Zeit für Investitionen
Das aws habe die im Vorjahr aufgestockten Kredite und Haftungen noch attraktiver gemacht, betonte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner: "Mit 1. Jänner 2010 wurde bei den erp-Kleinkrediten der maximale Kreditbetrag von 30.000 auf 100.000 Euro angehoben und die Zinssätze für diese Kredite wurden deutlich gesenkt. Sie betragen 1,5% in der Zeit der Tilgung und nur 0,5% im ersten, tilgungsfreien Jahr. Für Kleinkredite steht insgesamt ein Volumen von 50 Mill. Euro zur Verfügung."
Im Vorjahr seien von den Unternehmen deutlich mehr Förderungen für Forschung und Entwicklung in Anspruch genommen worden - "eine Tendenz, die den richtigen Trend unterstreicht", sagte Mitterlehner. "Jetzt ist genau die richtige Zeit zu investieren. Wer sich jetzt bewegt, wer jetzt investiert, wird gut aufgestellt sein." Besonders wichtig sei das Thema Ökoinnovationen. Daher werde das Wirtschaftsministerium demnächst eine Energiestrategie präsentieren.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/241

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