Deutschland: Ehemalige Jesuitenschüler verteidigen Lehrer

Beschuldigter Ex-Jesuitenpater bestritt erneut Missbrauchs-Vorwurf

Stuttgart-Hamburg, 12.02.2010 (KAP) Im Missbrauchsskandal um deutsche Jesuiten-Einrichtungen hat die Vereinigung ehemaliger Jesuitenschüler vor einer pauschalen Diskreditierung gewarnt. Durch verurteilenswerte Einzelfälle dürfe nicht die gesamte Pädagogik der Jesuiten unter Generalverdacht geraten, erklärte der Präsident der "Stellaner-Vereinigung" Deutschland, Konstantin Knecht, am Freitag in Stuttgart.

Der Ehemaligenverband äußerte sich betroffen über die Missbrauchsfälle an deutschen Jesuitenschulen. Jedes einzelne Vergehen sei "völlig inakzeptabel", betonte Knecht. Zugleich nahm er die Pädagogen in Schutz. In der "überwiegenden Mehrheit" hätten die Schüler die Jesuiteneinrichtungen als Orte der Erziehung zu kritischem Denken und Urteilsfähigkeit erlebt.

Der unter Missbrauchsverdacht stehende Ex-Jesuitenpater Wolfgang S. berichtete unterdessen weitere Details zum Skandal am Berliner Canisius-Kolleg und bestritt erneut den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs. In der Wochenzeitung "Die Zeit" warf der heute in Chile lebende Mann dem Jesuitenorden vor, seine Vorgesetzten hätten ihn nicht rechtzeitig aus dem pädagogischen Dienst entfernt. Der ehemalige Priester bezeichnete sich als krank. Bei ihm sei eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert worden.

(Meldung im Volltext unter www.kathpress.at)

(forts. mgl.)
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