Öllinger: Hundstorfer soll klare Information bieten, statt vage 'Hoffnungen' zu machen

Keine Aufweichung des Berufsschutzes in der I-Pension ohne Entgeltschutz

Wien (OTS) - "Die Regierung stellt zumindest die bestehende Langzeitversichertenregelung nicht in Frage. Das ist der gute Teil der Botschaft", meint Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen, zur Ankündigung des Sozialministers, erst nach 2013 das Antrittsalter für Menschen, die sehr lang gearbeitet haben, anzuheben. "Der Rest der Botschaft ist unklar".

"Warum sollen Menschen, die 45 Jahre lang gearbeitet haben, überhaupt Abschläge in Kauf nehmen müssen", fragt Öllinger. "An den eigentlichen Problemen ändern Abschläge nämlich nichts: Warum können nur so wenige echte Hacklerinnen und Hackler diese Pensionsform in Anspruch nehmen? Da muss Sozialminister Hundstorfer schon ein bisschen mehr Information bieten", so Öllinger.

In vagen Andeutungen ergeht sich der Sozialminister auch bei der I-Pension: Eine verpflichtende Rehabilitation vor der I-Pension schließt ein Loch, durch das Menschen derzeit ins soziale Out fallen. Wer derzeit keinen Zugang zur I-Pension hat, bekommt auch nicht die Hilfe, die er benötigt. "Ich hoffe, dass Minister Hundstorfer dieses Problem erkannt hat und dieses Loch auch schließen will. Klar gesagt hat er das aber nicht. Und eine Aufweichung des Berufsschutzes ohne Entgeltschutz kommt nicht in Frage."

Fast schon esoterisch wird Hundstorfer, wenn es um ungelernte ArbeitnehmerInnen geht: Sie sollen auf nicht näher genannte Verbesserungen 'hoffen' können. Wie diese Verbesserungen genau aussehen werden, verrät der Minister jedoch nicht, kritisiert Öllinger: "Dieser Fehler der I-Pension, der tausende schwerkranke und arbeitsunfähige Menschen, die lange und schwer gearbeitet haben, zu einem Leben mit Sozialhilfe zwingt, muss schnell korrigiert werden. Versprochen hat das bereits Minister Buchinger. Seither haben Kommissionen getagt, die uns immer nur erklärt haben, warum das nicht geht. Hundstorfer soll nicht vage Hoffnungen machen, sondern konkrete Information bieten", so Öllinger.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004