EU-Förderungen für Wiens Wirtschaft und Stadterneuerung

Informationsveranstaltung zu den Erfolgen des EU-Programms "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und integrative Stadtentwicklung" in Wien

Wien (OTS) - Heute, Freitag, wird im Haus der Europäischen Union bei einer Fachveranstaltung Zwischenbilanz über die Wiener städtischen EU-Förderprogramme gezogen.

Die Begrüßung nahmen Repräsentanten der Vertretung der Europäischen Kommission und des Informationsbüros des Europäischen Parlaments sowie Gemeinderätin Dr. Elisabeth Vitouch (Vorsitzende der Wiener Europakommission) vor. "Die Verknüpfung von Regionalpolitik mit der Wirtschafts- und Wachstumspolitik im Rahmen der EU-2020-Strategie wird die Stadt Wien auch in Zukunft noch wettbewerbsfähiger, schöner und damit lebenswerter machen", so Vitouch.

Programmmanager DI Heinz Weber gab einen Überblick zum Förderprogramm: Die Schwerpunkte sind einerseits eine innovative und wissensbasierte Wirtschaft, andererseits wird eine integrative Stadterneuerung in den Stadtentwicklungsgebieten "Gründerzeitviertel - Westgürtel", "Bahnhof Wien - Erdberger Mais" und "U2 Donaustadt -Flugfeld Aspern" gefördert.

Sämtliche Vorhaben werden zu 50% aus EU-Mitteln finanziert. 25 Mio. Euro EU-Fördergelder stehen insgesamt zur Verfügung. Davon sind bereits 11,6 Mio Euro verwendet bzw. verplant. Das Förderprogramm endet im Dezember 2013. Derzeit wurden bereits über 20 Projekte begonnen bzw. realisiert.

Geh- und Radweg Spittelau und Lokale Agenda 21 plus, Projekte der Stadterneuerung

Was die Stadterneuerungsprojekte betrifft, so wurde besonders auf den Radweg Spittelau und die Lokale Agenda 21 plus eingegangen.

Nachdem die Stadtbahnlinie eingestellt wurde, begann ein großes Nachdenken, was mit diesen denkmalgeschützten Bauwerken im Bereich Spittelau geschehen sollte. Die Lösung war die Errichtung eines Geh-und Radweges, der gemeinsam mit dem Skywalk eine direkte, barrierefreie Verbindung zwischen dem 19. und dem 9. Bezirk herstellt. Entlang des vier Meter breiten Geh- und Radweges wurden zusätzlich Gräser und Blumen gepflanzt, die dem circa 750 Meter langen Weg an manchen Stellen einen parkähnlichen Charakter geben. Der neue Geh- und Radweg auf den Stadtbahnbögen Spittelau ist eine sinnvolle Unterstützung eines modernen, urbanen Mobilitätskonzeptes, das den nicht motorisierten Verkehr - die Fußgänger und die Radfahrer - fördert.

Nach elf erfolgreichen Jahren beginnt mit der "Lokalen Agenda 21 Plus" nun eine neue Phase der nachhaltigen Bezirks- und Stadtentwicklung in Wien. Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, im Dialog mit Bezirkspolitik, Stadtverwaltung, Wirtschaftstreibenden, diversen Organisationen und Vereinen Projekte für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu erarbeiten. Das heißt, dass man direkt vor seiner Haustür bzw. in seinem Grätzel Veränderungen und Verbesserungen bewirken kann. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind: "Nachhaltige Mobilität & öffentlicher Raum" (Lebenswerte Gestaltung des öffentlichen Raums, Verbesserungen für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind), "Interkultureller Dialog" (Das Verständnis zwischen Kulturen soll verbessert, das Zusammenleben gefördert werden), "Stadtteile für Jung & Alt" (Für ein angenehmes Altern im Lebensumfeld und einen besseren Kontakt zwischen den verschiedenen Altersgruppen). Koordiniert werden sämtliche Initiativen, Ideen und Vorschläge von einem zentralen Agendabüro, das sich auch um die Kommunikation zwischen allen Beteiligten kümmert. Als Anlaufstelle für die Bevölkerung soll in jedem Bezirk je ein Agendabüro eingerichtet werden.

Weitere EU-Förderprojekte sind beispielsweise die Neugestaltung des Elterlein- und Yppenplatzes, des Hernalser Gürtels sowie des Anton-Baumann- und des Fritz-Imhoff-Parks. Der Robert-Hochner-Park, die Parkanlage auf den Aspanggründen und der Radweg auf dem Gumpendorfer Gürtel wurden neu errichtet.

"Move in and Grow (MINGO)" und "Innovation into Business (INiTS)" unterstützen die Wirtschaft

Die beiden wichtigsten Projekte in der Förderschiene für die Wiener Wirtschaft sind MINGO und INiTS.

"Mingo Service für KMU" fördert das Wachstumspotenzial von Klein- und Kleinstunternehmen mit folgenden Maßnahmen:

  • Neues Grätzelmanagement - Wirtschaft: In einzelnen Bezirken (2, 20, 10, 15, 16, 21, 22) soll durch stadtteilorientierte Initiativen und Projekte eine wirtschaftliche Strukturverbesserung erreicht werden.
  • Ethnische Ökonomien: Klein- und KleinstunternehmerInnen mit migrantischem Hintergrund werden kostenlos in einer ihnen verständlichen Sprache beraten.
  • GründerInnen-Workshops: Das Angebot umfasst Gründungs-Coaching sowie Förderungs- und Finanzierungsberatung.
  • Innovation und KMU: Klein- und Mittelbetriebe (KMU) mit innovativen bzw. kreativen Ideen werden unterstützt.
  • Mingo Entrepreneurship: Die bereits seit 2007 bestehenden MINGO-Bürozentren (günstige Büroflächen ab 15 m2) sollen zu lokalen Knotenpunkten unternehmerischer Aktivitäten ausgebaut werden.

Weitere Initiativen sind die Workshopreihe "MINGO-Academy", der Wettbewerb "mingo-award", die Vernetzung innerhalb der "MINGO-Community" sowie die Einrichtung einer eigenen "MINGO-Homepage".

Das Projekt " INiTS - Stimulierung, Beratung und Unterstützung von Unternehmensgründungen aus dem akademischen Bereich" sucht Akademiker und Akademikerinnen mit innovativen Geschäftsideen - wie z.B. aus den Bereichen Informations- und Telekommunikationstechnologie, Life Science, Mechanik oder Elektrotechnik. Einzige Vorbedingung ist: Die Geschäftsidee muss innovativ sein und einen technologischen Hintergrund haben. Wer so eine Idee sowie ein abgeschlossenes Hochschulstudium hat, dem bietet INiTS folgendes:

  • Stimulierung und Bewusstseinsbildung: Mögliche Unternehmensgründerinnen und -gründer werden angesprochen und informiert.
  • 18 Monate intensive Gründungsvorbereitung: Innovative Gründungsvorhaben werden eineinhalb Jahre lang intensiv begleitet und unterstützt (Businessplanerstellung, Finanzierung, Marktrecherche, Patentierung etc.).
  • Netzwerk und Community: Nach diesen 18 Monaten steht den Gründerinnen und Gründern das INiTS-Netzwerk mit allen Kontakten (Finanzierungen, Partner, Lieferanten, etc.) zur Verfügung.

Mit diesem Serviceangebot ist INiTS extrem erfolgreich: Die Erfolgsquote aller bisher betreuten Unternehmensgründungen liegt weit über 90%!

Podiumsdiskussion "Erwartungen an Europa"

Die Veranstaltung wird mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "Erwartungen an Europa - Zukunftsvisionen" abgeschlossen. DI Dr. Kurt Puchinger (Planungsdirektor Stadt Wien), DI Eduard Winter (Projektkoordinator des Wiener Hauptbahnhofes), Mag. Monika Unterholzner (Leiterin des Europa-Services des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds) und DI Bertram Häupler sowie Dr Thomas Hruschka (Programmmanagement ÖkoBusinessPlan) stellten Projekte aus ihren Verantwortungsbereichen vor.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174

Rückfragen & Kontakt:

MA 27 - EU-Strategie und Wirtschaftsentwicklung
Dipl.-Ing. Heinz Weber
Programmmanager
Telefon: 01 4000-27050
E-Mail: heinrich.weber@wien.gv.at

Eva Gsteu-Kirschbaum
MA 27 - Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01 4000-27070
E-Mail: eva.gsteu-kirschbaum@wien.gv.at

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