ÖAMTC: Wind und Schnee sind eine Herausforderung für die Autofahrer

Leichte und hohe Fahrzeuge sind besonders gefährdet, angepasstes Fahrverhalten schützt vor Ausrutschern

Wien (OTS) - Die Launen des Wetters sind derzeit für die
Autofahrer eine Herausforderung. Zum Schneefall kommt jetzt in vielen Landesteilen noch böiger Wind, der besonders in Verbindung mit Schneefall für jeden Lenker eine große Belastung ist. Unregelmäßige starke Windböen sind sehr schwierig abzuschätzen, rutschige Straßen können die Wirkung eines Windstoßes verstärken. Eine zusätzliche Gefahr für Fahrzeuglenker sind Schneeverwehungen. "Eine 70 km/h-Böe kann ein Fahrzeug auf trockener Fahrbahn um einen Meter seitwärts versetzen. Das gilt bei einer Fahrgeschwindigkeit von 100 km/h. Ist die Straße schneeglatt oder ist man schneller unterwegs, so können daraus bis zu vier Meter werden", warnt Hans Danzinger, Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums Wachauring/Melk und der vier ÖAMTC-Winterfahrzentren.

Fahrzeuge mit einer großen Angriffsfläche, wie zum Beispiel Kleintransporter, sind noch viel empfindlicher, genau wie Fahrzeuge mit Anhänger. Von Bedeutung ist auch der technische Zustand des Autos. "Defekte Stoßdämpfer oder ein ausgeschlagenes Fahrwerk können die Auswirkungen eines Windstoßes verstärken", erklärt der ÖAMTC-Experte. Der technisch einwandfreie Zustand des Autos ist daher das A und O für eine sichere Fahrt. Eine Rolle spielen aber auch das Gewicht des Fahrzeugs und die Beladung. Je leichter das Auto ist, desto leichter wird es ausgehoben.

Weg vom Gas, Abstand vergrößern - Tipps des ÖAMTC-Fahrtechnikexperten für eine sichere Fahrt bei Wind und Schnee

* Vorausschauend fahren, Abstand vergrößern und Geschwindigkeit reduzieren. "Einerseits hat man bei geringer Geschwindigkeit mehr Zeit, um eventuell erforderliche Lenkkorrekturen durchzuführen, andererseits wirken sich Windstöße nicht so dramatisch aus", erklärt der Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums.

* Lenkrad bewusst mit beiden Händen festhalten.

* Sein Umfeld genauer registrieren. "Durch die Beobachtung der Umgebung und der anderen Verkehrsteilnehmer ist man auf Windböen besser vorbereitet und kann auf Hindernisse oder Fahrfehler anderer rechtzeitig reagieren", sagt Danzinger.

* Vorsicht bei Überholmanövern. Muss überholt werden, dann ist auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu achten. "Beim Überholen von Fahrzeugen mit großer Windangriffsfläche wird man zuerst durch den Windschatten sozusagen 'angesaugt', und nach dem Überholmanöver wird das Fahrzeug mit voller Wucht vom Seitenwind getroffen", erklärt der ÖAMTC-Experte.

* Lkw-Fahrer und Lenker von Kleintransportern sowie Lenker von Pkw mit Anhänger sollten zusätzlich auf die richtige Sicherung und auf die gleichmäßige Verteilung der Ladung achten.

* Fahrzeugtür vorsichtig öffnen und Griff festhalten. "Eine Sturmböe kann die Tür aufreißen und Schaden anrichten. Dabei können auch Passanten verletzt werden", warnt der ÖAMTC-Fahrtechniker.

Wer auf unerwartete Witterungsverhältnisse richtig reagieren kann, ist sicherer unterwegs. Die Straße ist der falsche Platz zum Üben. Bei einem Fahrtechniktraining in einem der neun ÖAMTC-Fahrtechnikzentren österreichweit kann man im sicheren Rahmen erfahren, wie man in Gefahrensituationen richtig reagiert. Unter www.oeamtc.at/fahrtechnik kann man sich über die Angebote informieren und Kurse direkt online buchen.

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