KfV: Hohe Unfallgefahr zum Fasching

Im langjährigen Vergleich sind an den Faschingsdienstagen stets überdurchschnittlich viele Alko-Unfälle passiert. Das KfV rät, nach ausgelassenen Feiern die Öffis zu benutzen.

Wien (OTS) - An Faschingsdienstagen sind auffallend mehr alkoholisierte Lenker unterwegs, als an anderen Wochentagen - der Schaden den sie anrichten ist erheblich. Dies geht aus der Verkehrsunfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) hervor. An Wochentagen liegt der Durchschnittswert der letzten fünf Jahre bei fünf Alko-Unfällen mit Personenschaden. An den Faschingsdienstagen schießt diese Zahl in die Höhe. Im Vorjahr brachten es alkoholisierte Faschingsnarren auf zehn Unfälle, 2008 waren es sogar 17. In den Jahren 2007 und 2006 kam es an den Faschingsdienstagen jeweils zu zwölf Alko-Unfällen. "Wer zu ausgelassen feiert, sollte auf jeden Fall mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit einem Taxi nach Hause fahren. Menschen, die unter Alkoholeinfluss einen PKW lenken, gefährden ihr eigenes Leben genauso wie das Leben anderer. Außerdem drohen alkoholisierten Lenkern hohe Strafen", warnt Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Zwischen 0,5 bis 0,79 Promille kommt es neben einer Geldstrafe auch zu einer Vormerkung. Wer mit 0,8 Promille erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe, sowie einem Lenkverbot von zumindest einem Monat rechnen und sich zusätzlich einem Verkehrscoaching unterziehen. Ab 1,2 Promille wird der Führerschein für mindestens vier Monate abgenommen. Zusätzlich kommt es zu einer Geldstrafe und einer Nachschulung. Lenker, die alkoholisiert einen Unfall mit Personenschaden verursachen, müssen sich auch auf eine strafrechtliche Verurteilung gefasst machen.

Problem: Restalkohol

Von einem Lenker mit 0,5 Promille geht bereits eine doppelt so hohe Unfallgefahr aus, wie im nüchternen Zustand, bei 0,8 Promille steigt die Gefahr um das Vierfache. Doch auch Alkoholwerte unter dem gesetzlich geduldeten Grenzwert von 0,5 Promille beeinträchtigen die Reaktionsschnelligkeit des Lenkers. Schon ab 0,2 Promille setzt eine enthemmende Wirkung ein, ab 0,3 wird bereits das Sichtfeld eingeschränkt und die Aufmerksamkeit des Lenkers sinkt signifikant. Somit können auch Alkoholwerte unter 0,5 Promille als Unfallursache gelten und, so es zu Unfällen mit Personenschaden kommt, zu einem Nachspiel vor Gericht führen. "Nur wer körperlich und geistig in der Lage ist, einen PKW zu lenken, darf sich ans Steuer setzen. Ein Lenker, der bereits bei Werten unter 0,5 Promille fahruntauglich ist, muss den PKW stehen lassen", erklärt Thann. Ein weiteres Problem ausgelassener Feiern ist der Restalkohol. "Vielen Lenkern ist nicht bewusst, dass es nach intensivem Alkoholkonsum lange dauert, bis die Promille gänzlich abgebaut sind. Nach einer sehr ausgelassenen Faschingsdienstagsfeier und nur kurzem Schlaf sollte man sich auch am Aschermittwoch in der Früh nicht an das Steuer eines Fahrzeuges setzen", schließt Thann.

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