Exakte Nutzungsgrenzen verhindern Fehler bei Agrar-Subventionen

Wien (OTS) - Aus Anlass der drohenden Subventionsrückforderungen von Almbauern fordert die Ziviltechnikerkammer für Steiermark und Kärnten eine dauerhafte Feststellung und Dokumentation der Nutzungsgrenzen durch befugte und qualifizierte Personen, um in Hinkunft solche Probleme vermeiden zu können.

Wie in den Medien vielfach berichtet, fordert der Bund von den Landwirten große Summen an Agrarförderungen zurück. Besonders betroffen ist das Ennstal. Die staatliche Agrarbehörde AMA nahm Anstoß an den gemeldeten Almflächen und forderte Teile der gewährten Direktzahlungen zurück.

Dipl.-Ing. Robert Pilsinger, Vorsitzender der Zivilgeometer dazu:
Besonders problematisch ist dabei aus Sicht der Ziviltechniker, dass für die AMA-Kontrolltätigkeiten zwar technisch modernste Hilfsmittel (GPS etc.) zur Verfügung stehen, es aber vor allem auf die Anwendung und Interpretation der gewonnenen Daten und die Einbindung der Betroffenen - wie in den einschlägigen rechtlichen Bestimmungen auch vorgesehen - ankommt.

Im Sinne einer permanenten Rechtssicherheit, vor allem auch für die Bauern, sollten deshalb jene Finanzmittel, die in die AMA-Kontrolle gesteckt werden, für die Nutzungsfeststellung und Vermessung durch Zivilgeometer oder sonstige Vermessungsbefugte, im Zusammenwirken mit dem BEV, verwendet werden.

Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen (Zivilgeometer) sind nicht nur in der Lage, aufgrund ihrer technischen Ausstattung und Erfahrung exakte Flächen zu ermitteln, sondern auch im Falle von auftretenden Unklarheiten bei Grundstücksgrenzen befugt, eine Grenzverhandlung durchzuführen, die auch Eingang in den öffentlichen Kataster findet.

Die Ziviltechnikerkammer für Steiermark und Kärnten bietet den betroffenen Landwirten und Landwirtschaftskammern hier gerne eine Kooperation bzw. kostenlose Erstinformation und Beratung an.

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