Mit Adam Riese gegen die Wand ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 12. Feb. 2010

Klagenfurt (OTS) - Lassen wir uns die Misere auf der Zunge
zergehen: 3,7 Milliarden. Plus 1,8 Milliarden. Macht unterm Strich und laut Adam Riese: 5,5 Milliarden - oder: der Schuldenstand, den sich Kärnten bis 2014 anhäufen wird. 3,7 Milliarden sind die logische Konsequenz aus der jährlichen Neuverschuldung - und die ist allerliebst tief angesetzt. 1,8 Milliarden werden fürs Spital fällig. Aber egal ...

Kärnten weiß seit Jahr und Tag, wohin die finanzielle Reise geht -und hat ebenso lange jeden Ratschlag von Experten, jedes Konzept von Arbeitsgruppen, jede Expertise, jeden Reformentwurf glorreich ignoriert. Jetzt, ganz plötzlich (warum eigentlich?), ist die Parole vom Sparen populär. Betonung auf Parole. Der Begriff Sparen dient der Behübschung. Ein bisschen abzwacken. Ein wenig kürzen. Ein Stückchen wegnehmen. Summa summarum ergibt das minimal mehr als gar nichts - im Hinblick auf das unbedingt Notwendige. Vor allem aber: Mit dem konzeptlosen Herumgeschnipsle läuft die Politik Gefahr, das Land nicht nur flott an die Wand zu fahren - sie tut es fahrlässig.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/413

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
redaktion@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001