SP-Strobl: Wien fördert Gastronomieunternehmen bereits jetzt ausgeprägt nachhaltig

Umfangreiche Unterstützung der Tourismuswirtschaft seitens der Stadt auf allen Ebenen

Wien (OTS/SPW-K) - "Auch wenn man falsche Behauptungen ständig wiederholt, werden sie dadurch nicht wahr. Das unterstreichen auch die heutigen Aussagen von Vertretern des Wiener ÖVP-Wirtschaftsbundes im Zusammenhang mit der Förderung von Tourismus-, speziell Gastronomieunternehmen in Wien. Im Gegensatz zu den Aussagen der VP-Politiker können sich Gastronomiebetriebe bauliche Investitionen schon jetzt seitens der Stadt spürbar fördern lassen und erhalten darüber hinaus umfangreiche Unterstützungen beispielweise im Rahmen der Nahversorgungsaktion der Stadt Wien. Auch wenn im Wiener VP-Wirtschaftsbund die Hektik und Nervosität wegen der bevorstehenden Wirtschaftskammerwahl überschäumen, so sollte doch die Realität nicht ausgeblendet werden", erklärte Donnerstag der Wirtschaftssprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Kommerzialrat Fritz Strobl zum Thema Umbauten in Gastronomiebetrieben bzw. generelle Förderungen für Wiener Tourismusunternehmen.

Breite Förderungspalette für Gastronomieunternehmen

"Die Mitglieder der Wirtschaftskammer Wien, Fachgruppe Gastronomie, sind bei der Nahversorgungsaktion der Stadt Wien jedenfalls antragsberechtigt", informierte Strobl. "Gefördert werden können Bau-und Einrichtungsinvestitionen (z.B. Verkaufsräume, Gastzimmer, etc.), sofern die Investitionen mindestens 4.000 Euro betragen. Die Förderung ist unabhängig davon, ob sie zur Trennung von RaucherInnen-und NichtraucherInnenbereichen dient. Ausschlaggebend ist, dass das Unternehmen dadurch konkurrenzfähiger wird", betonte Strobl. Bei Investitionen von mehr als 20.000 Euro seien zusätzliche Boni von 5 bzw. 10 Prozent Förderquote möglich, wenn dadurch beispielsweise Arbeitsplätze geschaffen, Qualitätssicherung betrieben oder neue Serviceleistungen erbracht würden. Die Höchstförderung liege bei 10.000 Euro, erläuterte Strobl weiter den Sachverhalt.

"Zudem erhalten", so der SP-Wirtschaftspolitiker weiter, "Gastronomiebetriebe im Rahmen der Nahversorgungsaktion zahlreiche Förderungen u.a. für:
+ Aufwendungen fur Ausbildung, Schulung und Beratung des/der Unternehmers/in und der MitarbeiterInnen (soweit nicht anderweitig gefördert)
+ Bau- und Einrichtungsinvestitionen (z.B. Verkaufsraume, Gastzimmer, etc.)
+ Maßnahmen zur Qualitätssicherung
+ Maßnahmen zur Verbesserung der hygienischen u. sanitären Bedingungen in den Betriebsräumlichkeiten
+ Investitionen für neue Dienstleistungen, insbesondere bei der Ausnutzung der gewerblichen Nebenrechte
+ Anschaffung von neuen Maschinen, Anlagen u. Geräten
+ Ankauf von Software (maximal Euro 7.500,--) für betriebliche Nutzung
+ Installation eines Internet-Breitbandanschlusses, Erstellung einer Homepage
+ Aufbau und Inbetriebnahme eines Web-Shops
Darüber hinaus gibt es viele zusätzliche Förderungen auch seitens des waff oder gemeinsam mit der Wirtschaftskammer, wie beispielsweise die gemeinsame Kreditaktion", hielt Strobl fest.

Förderrichtlinien ÖHT nicht auf Strukturen einer Großstadt ausgerichtet

Zu den Aussagen der VP-Wirtschaftsbundvertreter im Zusammenhang mit der Tourismusbank, meinte Strobl, dass die Stadt Wien in den letzten Jahren ohnehin sehr erfolgreich und unter aktiver Mitwirkung der Wirtschaftskammer Wien ihre Förderprogramme in allen Bereichen in Richtung "Innovationsförderung" entwickelt habe. Das Prinzip "Stärken stärken" habe sich dabei als äußerst zielführend und entsprechend den Bedürfnissen einer von urbanen Strukturen geprägten Stadt- und damit auch Tourismuswirtschaft erwiesen.

Als "zutreffend" bezeichnete Strobl hingegen die Aussage, dass die Stadt Wien bei bestimmten Förderprogrammen der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank ÖHT im Gegensatz zu anderen Bundesländern keine Anschlussförderungen gewähre. Dies beruhe aber nicht auf einer "Weigerung" sondern auf guten Gründen, nämlich den unterschiedlichen mikro- und makroökonomischen Rahmenbedingungen für Tourismus in Wien. Strobl: "Die derzeitigen Förderrichtlinien der ÖHT sind nicht auf die touristischen Strukturen einer Großstadt ausgerichtet und daher mit Wiens Innovationsgrad und seiner touristischen Infrastruktur, insbesondere jener ihrer Hotellerie, prinzipiell schwer vereinbar. So fördert die ÖHT u.a. Personalwohnungen, die Wiens Hotellerie nicht braucht, oder den Ausbau von Bettenkapazitäten, wofür in Wien auch kein Bedarf besteht". Zudem sei es dem Wiener VP-Wirtschaftsbund offensichtlich entgangen, so der Mandatar weiter, dass die Struktur gerade dieser Förderung derzeit auf Bundesebene auf ihre Zielgenauigkeit und Effizienz evaluiert werde.

VP-Wirtschaftsbund soll zu seriöser und damit sachlicher Politik zurückkehren

"Angesicht der Fakten, die natürlich auch dem VP-Wirtschaftsbund bestens bekannt sind, ist ihre Kritik an der Stadt daher unseriös -und offensichtlich allein vom Versuch getragen, die Wiener Tourismuspolitik im Zusammenhang mit der Wirtschaftskammerwahl, aber auch der Gemeinderatswahl im Herbst des heurigen Jahres, um jeden Preis - auch um den der völligen Unglaubwürdigkeit - schlecht zu reden. Ich fordere daher den Wiener VP-Wirtschaftsbund auf, zu einer Politik der Sachlichkeit zurückzukehren", schloss Strobl. (Schluss)

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