FPÖ-Unterreiner, Zanger: Die nächste Sauerei bei den Bundesmuseen

Rechnungshofbericht deckt Misswirtschaft bei Verleih von Sammelgut in Bundesmuseen auf

Wien (OTS) - "Was sich hier in den Bundesmuseen bzw. in den vom Rechnungshof geprüften Museen, KHM, Albertina, Technisches Museum und Belvedere abgespielt hat, zeigt wieder einmal, dass Frau Bundesministerin Schmied ihrer Aufgabe nicht gewachsen ist. Dass es in der heutigen Zeit möglich ist, dass Museen ihr Sammlungsgut nicht zur Gänze inventarisiert haben, dass das Bundesministerium als Eigentümer nicht einmal weiß welche Gegenstände sie dem jeweiligen Bundesmuseum zur Leihe überlassen hat, ist eine unglaubliche Sauerei. In ihrer Aufgabe als Aufsichtsorgan über die Bundesmuseen hätte ihr auffallen müssen, dass der Leihverkehr nur lückenhaft dokumentiert wird, dass es noch immer keine Liste für nicht entlehnbare Objekte gibt, dass teilweise Objekte verliehen wurden, ohne die notwendige Bewilligung des Denkmalamtes einzuholen. Die der Ministerin unterstehenden Museumsdirektoren scheinen das Sammlungsgut als ihr Eigentum zu betrachten, wobei sie damit, wenn das so wäre, sicher sorgsamer umgehen würden", so die freiheitliche Kultursprecherin NAbg. Heidemarie Unterreiner.

Das Bundesministerium und die dafür verantwortliche Bundesministerin Schmied habe es nicht einmal wert gefunden mit den Bundesmuseen eine Zielvereinbarung abzuschließen, um den kulturpolitischen Auftrag zur Absicherung des Bestandes und deren Aktivitäten zu präzisieren, erklärt Unterreiner. Es habe kein Controlling des Leihverkehrs stattgefunden, ganz zu schweigen von den Kosten, die den jeweiligen Bundesmuseen durch die Verleihtätigkeit entstanden seien. Dass Sammlungstücke zu verleihen in Summe den Bundesmuseen noch 770.000,-Euro koste, sei ja "ein Treppenwitz", kritisiert auch FPÖ-NAbg. Wolfgang Zanger, freiheitlicher Rechnungshofsprecher.

"Es ist eine Tragödie, dass es immer erst eines Rechnungshofberichts bedarf, dass in Österreich irgendetwas passiert. Die Verantwortlichen sind nicht mehr im Stande im eigenen Bereich für Ordnung zu sorgen. Das gilt besonders für die Frau Bundesministerin. Dieser Skandal reiht sich nahtlos an die unzähligen vergangenen Missstände im Kulturbereich Österreichs ein", so Unterreiner abschließend.

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