Pflege ist in der OÖ Landespolitik Chefsache

Ausbildungsoffensive in der Pflege muss auch Fortschritte bei der akademischen Ausbildung für den gehoben Dienst in der Gesundheits- und Krankenpflege bringen

Linz (OTS) - Pflegepolitik erfordert Zusammenarbeit über Ressort-und Parteigrenzen hinweg

Die Landtagswahl in Oberösterreich liegt nun fast ein halbes Jahr zurück. Inzwischen hat sich der neu gewählte Landtag konstituiert und die Landesregierungsmitglieder sind gewählt. Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) - Landesverband Oberösterreich begrüßt, dass damit der Weg frei ist, für eine konstruktive Sacharbeit in der vor uns liegenden Legislaturperiode.

Die politische Zuständigkeit für die Versorgung der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher mit adäquaten und qualitativ hochwertigen Pflegeleistungen ist auf mehrere Aufgabenbereiche im Amt der OÖ Landesregierung und auf mindestens zwei Ressorts in der Landesregierung verteilt. Konstruktive Zusammenarbeit aller Kräfte ist daher notwendig, um zu vernünftigen Lösungen zu kommen.

Der ÖGKV wünscht dem wieder gewählten Landeshauptmann, den Landesräten und der Landesrätin viel Erfolg für die politische Arbeit in den nächsten Jahren.

Pflege betrifft alle Menschen und alle Politikbereiche
Fast jede Oberösterreicherin oder jeder Oberösterreicher ist direkt oder indirekt schon mit Fragen der Pflege in Berührung gekommen. Fragen der Pflege betreffen aber auch viele Lebensbereiche von Menschen. Sie müssen daher in allen Politikbereichen mitgedacht werden. Trotzdem kann festgestellt werden, dass Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, als Gesundheitslandesrat sowie Landeshautpmann-Stellvertreter Josef Ackerl als Soziallandesrat in besonderer Weise mit Fragen der Pflege befasst sind.

Der ÖGKV sieht mit Freude, dass Pflege in Oberösterreich damit zur "Chefsache" geworden ist.

Pflegeausbildung ist wichtiges Zukunftsthema

Im Zuge der Wahlbewegung 2009 hat der ÖGKV an die im Landtag vertretenen Parteien Fragen zum Politikbereich Pflege gerichtet. Die eingehenden Antworten wurden auf der Homepage des ÖGKV öffentlich gemacht.

In den Antworten aller Parteien wurde erfreulicherweise die Frage der Pflegeausbildung eingegangen. Es wurde dabei angesprochen, dass Ausbildungsplätze in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen müssen. Daneben wurde aber erfreulicherweise auch anerkannt, dass die Qualität der Ausbildungen und damit verbunden die Bemühungen um die Akademisierung der Pflegeausbildung eine wichtige Rolle spielen.

Gute Ansätze in der Pflegeausbildung können noch intensiviert werden. Der ÖGKV Landesverband - OÖ begrüßt ausdrücklich die Möglichkeiten von Kombistudiengängen, wie sie sowohl von konfessionellen Trägern, als auch von der GESPAG in Zusammenarbeit mit Universitäten angeboten werden.

Der ÖGKV regt aber weiters dringend an:

  • Es muss in Oberösterreich ein Fachhochschulstudiengang für die Grundausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege eingerichtet werden.
  • Bei allen Bemühungen um die Akademisierung der Pflegeausbildung müssen auch die Bedürfnisse und Möglichkeiten jener Menschen berücksichtigt werden, die bereits in der Gesundheits- und Krankenpflege ausgebildet und tätig sind.

Daraus ergibt sich nach Ansicht des ÖGKV zwingend:

- Es müssen Upgradestudiengänge und Möglichkeiten der Nachgraduierung zu Bedingungen, die finanziell leistbar und mit den Anforderungen von Berufstätigkeit und Familienleben zu verbinden sind, angeboten werden.

Der ÖGKV arbeitet gern konstruktiv an der Umsetzung dieser Anregung mit, und wird die Entwicklung im Politikfeld Pflege auch weiterhin kritisch beobachten.

Der ÖGKV ist der unabhängige nationale Berufsverband für alle in der Gesundheits- und Krankenpflege tätigen Personen. Er vertritt ihre Interessen national und international.

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Horst Muhr Ak. PDL
Landesvorsitzender Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband - Landesverband Oberösterreich
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