FPÖ-Weinzinger: Kredite für Griechenland sind weder wirtschaftlich noch politisch vertretbar

"Wer die Realität nicht so wahr nimmt, wie sie ist, ist schon an ihr gescheitert" - Griechenland hat die Eurozone zu verlassen!

Wien (OTS) - "Ich bezweifle, dass Griechenland sein Budgetdefizit binnen zwei Jahren von 12,7 % des BIP auf maastrichtkonforme 3 % drücken kann. Bei einem BIP von ca. 320 Milliarden Euro wären das Einsparungen, sprich Leistungskürzungen und Umverteilungen im Ausmaß von über 31 Milliarden Euro. Spanien will sogar 50 Mrd. einsparen, in anderen Ländern sieht es nicht anders aus." Dies stellte heute der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich, FPÖ-Finanzsprecher NAbg. Lutz Weinzinger fest und kritisierte die Haltung der Bundesregierung, aber auch der EU-Verantwortlichen: "Sie negieren die Probleme und wollen so weiter tun wie bisher. Aber: Wer die Realität nicht so wahr nimmt, wie sie ist, ist schon an ihr gescheitert."

Es sollte klar sein, so der FPÖ-Finanzsprecher, "dass ein derartiger Kontraktionskurs niemals funktionieren kann. Alleine der Versuch einer Umsetzung wird die privatwirtschaftliche Tätigkeit in den betroffenen Ländern zerstören. Unruhen und Aufstände - in den letzten Monaten in Athen nichts Unbekanntes - werden die Folge sein. Ein einheitlicher Währungsraum mit unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen ist in letzter Konsequenz weder wirtschaftlich noch politisch machbar."

"Solange nur ein Staat betroffen ist - wie Griechenland - kann er durch günstige Kredite der anderen gestützt werden. Der politische Wille dafür wäre sicher vorhanden. Es ist aber zu bezweifeln, dass einige Staaten gleich mehrere, mitunter auch große Länder in Turbulenzen auffangen würden. Wenn etwa auch Spanien und Italien zu wanken beginnen, wäre die Leistungswilligkeit Deutschlands früher oder später wohl erschöpft. Griechenland hat die Eurozone zu verlassen", forderte Weinzinger abschließend.

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