- 10.02.2010, 14:41:49
- /
- OTS0230 OTW0230
Grüne: Kostendämpfungen im Spitalssektor bedürfen eines Gesamtkonzeptes
Stückwerk wird im Gesundheitswesen nichts bringen
Wien (OTS) - "Die Vorschläge des Sozialpolitikexperten der WKÖ
Gleitsmann zu Einsparungspotentialen in Krankenhäusern sind etwas
simpel und negieren zahlreiche realpolitischen Fakten", erklärte der
Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. "Wenn ein
Sozialpolitikexperte zu privatwirtschaftlichen Mangagementpartner
rät, die durch neue Kollektivverträge bei den Löhnen von
Spitalsangestellten über 13% Kostenreduktionen bringen würden, ist
dies nicht das, was man sich von Sozialpolitikexperten im allgmeinen
erwartet. Dass Gleitsmann den von der ÖVP so stark vertretenen
Föderalismus hier als Kostentreiber unerwähnt lässt, ist aus seiner
Sicht verständlich."
In einem gesamtgesundheitspolitischen Reformkonzept, müssen aber die
Bremser und Verteidiger des Ist Zustandes benannwert werden."Es geht
nicht an, dass die WKÖ zwar den zwischen 2003 und 2008 über 12
Prozent betragenden Anstieg der über 65-jährigen und die höhere
Spitalsfrequenz dieser Altergruppe benennt, gleichzeitig unbeirrt
aber an eklatanten Überkapzitäten der Spitäler festhält", sagte
Grünewald.
"Dass in dieser Analyse die Gesundheitsreform nicht als Gesamtheit
des stationären und ambulanten Sektors und den Schnittstellen zur
Pflege gesehen wird ist eine eklatante Schwäche. Es ist unseriös von
Einsparungen bei Krankenhäusern zu reden, sich aber über die von der
Regierung geforderten Einsparungen im ambulanten Sektor nicht zu
äußern. Ich fordere Gleitsmann auf sich zu deklarieren, wo die an
Krankenhäusern eingesparten Leistungen erbracht werden sollen und wie
diese zu finanzieren sind", verlangte Grünewald. "Traurig aber
Methode ist, dass über vorhandene Versorungsdefizite kein Wort
verloren wird", so der Gesundheitssprecher der Grünen.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:presse@gruene.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB






