Grüne: Kostendämpfungen im Spitalssektor bedürfen eines Gesamtkonzeptes

Stückwerk wird im Gesundheitswesen nichts bringen

Wien (OTS) - "Die Vorschläge des Sozialpolitikexperten der WKÖ Gleitsmann zu Einsparungspotentialen in Krankenhäusern sind etwas simpel und negieren zahlreiche realpolitischen Fakten", erklärte der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. "Wenn ein Sozialpolitikexperte zu privatwirtschaftlichen Mangagementpartner rät, die durch neue Kollektivverträge bei den Löhnen von Spitalsangestellten über 13% Kostenreduktionen bringen würden, ist dies nicht das, was man sich von Sozialpolitikexperten im allgmeinen erwartet. Dass Gleitsmann den von der ÖVP so stark vertretenen Föderalismus hier als Kostentreiber unerwähnt lässt, ist aus seiner Sicht verständlich."

In einem gesamtgesundheitspolitischen Reformkonzept, müssen aber die Bremser und Verteidiger des Ist Zustandes benannwert werden."Es geht nicht an, dass die WKÖ zwar den zwischen 2003 und 2008 über 12 Prozent betragenden Anstieg der über 65-jährigen und die höhere Spitalsfrequenz dieser Altergruppe benennt, gleichzeitig unbeirrt aber an eklatanten Überkapzitäten der Spitäler festhält", sagte Grünewald.

"Dass in dieser Analyse die Gesundheitsreform nicht als Gesamtheit des stationären und ambulanten Sektors und den Schnittstellen zur Pflege gesehen wird ist eine eklatante Schwäche. Es ist unseriös von Einsparungen bei Krankenhäusern zu reden, sich aber über die von der Regierung geforderten Einsparungen im ambulanten Sektor nicht zu äußern. Ich fordere Gleitsmann auf sich zu deklarieren, wo die an Krankenhäusern eingesparten Leistungen erbracht werden sollen und wie diese zu finanzieren sind", verlangte Grünewald. "Traurig aber Methode ist, dass über vorhandene Versorungsdefizite kein Wort verloren wird", so der Gesundheitssprecher der Grünen.

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