Seeber zu Klimaschutz: Neuer Realitätssinn in der Bevölkerung notwendig

Von Kopenhagen-Konferenz lernen - neue EU-Klimaschutzpolitik dringend gesucht

Straßburg, 10. Februar 2010 (ÖVP-PD) "Klimadiskussionen und -konferenzen sind wichtig und richtig, aber ohne einen 'neuen Realitätssinn' in der Bevölkerung wird nichts weitergehen", sagte heute der Umweltsprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Richard Seeber. Das Europäische Parlament verabschiedete heute in Strassburg seine Bewertung zur Kopenhagener Klimakonferenz vom vergangenen Dezember. "Von allen Seiten wird gefordert, die Umwelt mehr zu schützen, Treibhausgasen besser vorzubeugen, Wasser und Strom effizienter einzusparen und den Abfall wiederzuverwerten. Die Wirklichkeit
sieht leider ganz anders aus. Noch nie zuvor gab es so viele Autos auf Europas Strassen, so viele Staus in den Städten, so große Müllberge und einen so hohen Energie- und Wasserverbrauch", betonte Seeber. "Für eine bessere Bekämpfung des Klimawandels muss die EU neue Wege gehen. Durch die heutige Abstimmung wurde ein realistischer Ansatz gefunden. Das ist ein Erfolg für die EVP und die Österreichische Volkspartei", freut sich Seeber, der seine Forderungen voll durchsetzen konnte. ****

Seeber unterstützt die Enttäuschung des Europäischen Parlaments über das Scheitern des Kopenhagener Gipfels, die in der heute angenommenen Entschließung klar zum Ausdruck kommt: "Unverbindliche Anerkennungen bekannter Positionen statt verbindlicher Reduktionsziele für den Kohlendioxidausstoß: Das war viel zu wenig. Wir haben aus Kopenhagen gelernt - die EU muss neue Wege gehen,
auch wenn Europa weiterhin weltweit ihre Vorreiterrolle beibehalten und mit gutem Vorbild vorangehen soll", so der Umweltsprecher der stärksten Fraktion des Parlaments: "Energie wird aber immer teurer, Ressourcen knapper. Wir müssen daher die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen so effizient wie möglich nutzen. Dazu brauchen wir Bürger und Wirtschaft gemeinsam an Bord."

"An einer effizienten und richtig gemachten EU-Klimaschutzpolitik kommen wir nicht vorbei. Wir müssen unseren Rohstoffverbrauch senken, Klimaschutztechnologie exportieren und zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen. Zudem können wir so unsere Abhängigkeit von Energieimporten verringern. Ambitionierte eigene europäische Anstrengungen beim Klimaschutz bringen uns einen mittel- bis langfristigen Innovationsvorsprung, der sich auszahlt", so Seeber abschließend.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/165

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Richard Seeber MEP, Tel.: +32-2-284-5468
(richard.seeber@europarl.europa.eu) oder Mag. Philipp M.
Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21
(philipp.schulmeister@europarl.europa.eu)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0005