Ranner: Einkommensschere zwischen Männern und Frauen inakzeptabel hoch

EU-Gleichstellungsbericht fordert mehr Unterstützung für Frauen

Strassburg, 10. Februar 2010 (ÖVP-PD) "Eine wirkliche Gleichstellung von Mann und Frau ist Voraussetzung für mehr Wachstum, eine bessere Beschäftigungslage und einen echten sozialen Zusammenhalt. Sie ist erforderlich für ein gedeihliches Zusammenleben in Europa. Leider fehlt es aber immer noch an konkreten Maßnahmen -gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten - Frauen mehr in Unternehmen und in die Wirtschaft einzubinden. Insbesondere die Bereitstellung von Dienstleistungen wie Kinderbetreuung oder schulischer Unterstützung ist in vielen EU-Staaten mangelhaft oder überhaupt nicht vorhanden", so die steirische ÖVP-Europaabgeordnete Dr. Hella Ranner zum heute abgestimmten EU-Gleichstellungsbericht. "Das Europäische Parlament weist einmal mehr auf diese Missstände hin. Wir fordern neue Mittel und Wege, um effizienter auf eine bessere Gleichstellung der Geschlechter hinwirken zu können", sagte Ranner. ****

In ihrer Plenarrede wies Ranner vor allem auf die erschreckende und heute weniger denn je begründbare Einkommensschere zwischen Frauen und Männern hin. "Bei exakt gleicher Tätigkeit, der gleichen Berufserfahrung bzw. Qualifikation und der erbrachten Leistung verdienen Frauen im EU-Durchschnitt um 17,4 Prozent weniger als Männer", kritisierte Ranner. "In Österreich verdienten Frauen im Jahr 2009 im Durchschnitt fast 33 Prozent oder 661 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. Und dieses Lohngefälle bringt einen geringeren Lebensarbeitsverdienst und damit eine niedrigere Rente für Frauen mit sich", sieht Ranner dringenden Handlungsbedarf.

"Eine Unterbrechung der Berufstätigkeit der Frauen, beispielsweise aus familiären Gründen, ist wirtschaftlich gesehen mit Nachteilen verbunden. Der mit einer Karenzzeit verbundene Ausstieg aus dem Gehaltsschema muss zwar akzeptiert werden, jedoch ist eine möglichst rasche Angleichung nach dem Wiedereinstieg in den Beruf unbedingt anzustreben. Die Frauen in Europa brauchen und verlangen zu Recht neue dynamische Modelle für eine funktionierende Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für mehr Anstrengung zur effektiven Gleichstellung. Nur so können Frauen in einer modernen Welt ihre Doppelbelastung meistern und langfristig auch der demographischen Entwicklung in Europa entgegenwirken. In Österreich hat die ÖVP in dieser Frage bereits einige wichtige Maßnahmen, beispielsweise mit dem einkommensabhängigen Kindergeld, gesetzt", so Ranner abschließend.

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