GdG-KMSfB-Meidlinger: Zahlenspielereien der Wirtschaftskammer helfen PatientInnen nicht

Privatisierung des Gesundheitswesens gefährdet medizinische Versorgung

Wien (OTS/ÖGB) - "Zum wiederholten Mal präsentiert sich die Wirtschaftskammer als Wunderheilerin der Österreichischen Spitäler. Den PatientInnen und den Bediensteten der Krankenhäuser ist mit Zahlenspielereien aber nicht geholfen. Wer das öffentliche Gesundheitswesen privatisieren will, setzt die medizinische Versorgung der Bevölkerung aufs Spiel", erklärte heute, Montag, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB), Christian Meidlinger.++++

"Ob Verwaltungsreform oder Gesundheitswesen, das Spiel ist immer dasselbe: Erst präsentiert man ein angebliches Einsparungspotential in Millionen- oder sogar Milliardenhöhe - und dann verweigert man klare Aussagen, auf wessen Kosten diese Maßnahmen gehen sollen", kritisierte Meidlinger. Wer in Wien 170 Millionen Euro "Einsparungsvolumen" im Gesundheitswesen ankündigt, müsse auch klar sagen, welche Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr erbracht werden sollen. "Auch die Frage, welche und wie viele Arbeitsplätze in den Spitälern zur Erreichung dieser Ziele gestrichen werden sollen, oder welche Bezüge welchen Berufsgruppen gekürzt werden sollen, wird absichtsvoll nicht einmal am Rande erwähnt", stellte Meidlinger fest.

Dass man sich als Beispiel für millionenschwere Rationalisierungsmaßnahmen ausgerechnet Wien ausgesucht hat, obwohl andere Bundesländer bei den Kosten ganz klar weit schlechter dastehen, zeigt deutlich, dass es der Wirtschaftskammer nicht um Sachpolitik, sondern um billige Polemik gegen die Gemeinde Wien und ihre MitarbeiterInnen geht. "Die im Wiener Gesundheitswesen Beschäftigten vom Portier bis hinauf in die ärztliche Direktion leisten hervorragende Arbeit. Wir werden nicht zulassen, dass diese Leistungen schlecht geredet werden und werden uns weiterhin mit aller Kraft für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Spitälern einsetzen", sagte Meidlinger.

ÖGB, 10. Februar 2010

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