- 10.02.2010, 13:40:30
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FPÖ-Unterreiner: Peinlicher Eiertanz von Rabl-Stadler und Burgstaller bei Festspielskandal
Die Zuständigen haben verlernt Verantwortung zu übernehmen
Wien (OTS) - "Der Finanzskandal der Salzburger Festspiele stellt
nicht nur einen Kriminalfall dar, sondern ist vor allem ein
kulturpolitisches Desaster. Die Verantwortlichen putzen sich ab und
stehlen sich aus ihrer Verantwortung. Die Festspielpräsidentin
Rabl-Stadler brüstet sich mit ihrer Arbeit als Sponsoren-Sucherin,
bei einer ihrer Hauptaufgaben - der Gebarungskontrolle - hat sie aber
völlig versagt", so FPÖ-Kultursprecherin NAbg. Mag. Heidemarie
Unterreiner.
Wenn sich Persönlichkeiten, wie der zukünftige Intendant Alexander
Pereira, Sir Simon Rattle oder Eliette v. Karajan schon lange
öffentlich über die hohen Kosten verwundert haben, stelle sich die
Frage warum weder die Festspielpräsidentin, noch die Salzburger
Landeshauptfrau diesem Verdacht nicht früher nachgegangen seien. Bei
solchen Spitzengehältern, wie bei dem der Festspielpräsidentin
Rabl-Stadler könne man davon ausgehen, dass man auch die
Dienstaufsicht und die Gebarungskontrolle wahrnehme, so Unterreiner.
"Der Kartenverkauf läuft nicht wie behauptet besonders gut, denn die
Salzburger Festspiele sind schon lange nicht mehr ein Festival der
Spitzenklasse, so wie es von den Gründervätern Hugo v. Hofmannsthal
und Max Reinhardt gedacht war. Was noch vor Jahrzehnten die besten
Festspiele im europäischen Umfeld darstellte, ist zu einem
Durchschnittsfestival, mit einem seichten Aufguss von bereits
bestehenden, anderorts gespielten Produktionen, verkommen. Hier zeigt
sich dramatisch der Niedergang des Kulturlandes Österreich. Wie in
allen Bereichen ist auch hier Sittenverfall und Gier eingezogen. Um
dem Anspruch Österreichs als die große Kulturnation gerecht zu
werden, müssen wir gerade hier Spitzenleistungen erbringen", so
Unterreiner
Salzburg lebe zur Zeit nur noch von seinem guten Ruf. Es bestünde
aber die berechtigte Hoffnung, dass mit dem künftigen Festspielchef
Alexander Pereira den Salzburger Festspielen wieder ihre alte
Bedeutung zurückgegeben werde, so Unterreiner abschließend.
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