11 Millionen Euro für die NÖ ArbeitnehmerInnen erstritten

AKNÖ-Präsident Haneder: Insolvenzvertretungen stiegen wegen Krise 2009 um 32 Prozent

wien (OTS/AKNÖ) - Die Bilanz der Arbeits- und Sozialrechtsberatung der AKNÖ kann sich sehen lassen: 11 Millionen Euro wurden 2009 für die Mitglieder erstritten: 3,38 Millionen Euro durch Interventionen bei den Arbeitgebern und 7,68 Millionen durch Verfahren vor den Arbeitsgerichten. Rekordzahlen verzeichnet die AKNÖ bei den Insolvenzvertretungen: 51 Mio Euro wurden für 6.259 ArbeitnehmerInnen eingebracht, deren Unternehmen im Krisenjahr 2009 in Konkurs oder Insolvenz gegangen sind. Das ist ein Anstieg von 32 Prozent.

Das Bezirksstellennetz der NÖ. Arbeiterkammer wurde auch 2009 intensiv von den ArbeitnehmerInnen genutzt. Rund 200.000 telefonische und 140.000 persönliche Anfragen wurden in den 21 Bezirks- und 2 Servicestellen im letzten Jahr beantwortet. Zur intensiven arbeitsrechtlichen Beratung sind 44.568 ArbeitnehmerInnen in die Bezirksstellen gekommen.

In 4.478 Fällen musste beim Dienstgeber wegen falscher Lohnabrechnungen interveniert werden und 1.981 ArbeitnehmerInnen wurden von der AKNÖ kostenlos vor den Arbeits- und Sozialgerichten vertreten. "Auffallend ist, dass wir bei den Erstberatungen Steigerungen zum Vorjahr zu verzeichnen haben, die Klagen und Interventionen aber etwas rückläufig sind. Das heißt konkret, dass sich ArbeitnehmerInnen zunehmend nicht trauen, ihre Rechte auch wirklich geltend zu machen", so AKNÖ-Präsident Hermann Haneder anlässlich einer Pressekonferenz heute, Dienstag, in Mödling.

Die Wirtschaftskrise zeigt sich besonders bei den Insolvenzvertretungen. Die Insolvenzexperten der AKNÖ beraten die Belegschaft von Betrieben, die von einer Insolvenz betroffen sind -meist gleich an Ort und Stelle. Hier verzeichnet die AKNÖ mit 6.259 ArbeitnehmerInnen ein unrühmliches Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr (4.753).

Besonders erschüttert zeigt sich Haneder darüber, dass immer mehr um kleine Beträge gestritten wird. "Es wird bei den schwächsten ArbeitnehmerInnen getrickst und gespart", so der AKNÖ-Präsident.

Neben der Auflösung von Dienstverhältnissen im Krankenstand oder nach Arbeitsunfällen waren Kündigungen älterer Arbeitnehmer, vorenthaltene Überstundenzahlungen, falsche Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie die Nichtabgeltung offener Urlaubsansprüche und Sonderzahlungen die häufigsten Gründe, warum ArbeitnehmerInnen bei der Arbeitsrechtsabteilung der AKNÖ Hilfe gesucht haben.

In Summe haben die AKNÖ-Bezirksstellen den niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen über 70 Millionen Euro gebracht. 11 Mio Euro in arbeits- und sozialrechtlichen Fällen, 51 Mio bei Insolvenzen bzw. Konkursen und 8,5 Mio Euro bei den Steuerspartagen.

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