ÖBB: Suchtprävention steht hoch im Kurs

Kooperation mit Grünem Kreis Test durch unabhängige Firma

Wien (OTS) - Die ÖBB sind einer der größten Lehrlinsgausbilder Österreichs. Die große Anzahl an Jugendlichen ist eine besondere Verantwortung. Dieser Auftrag wird auch insofern ernst genommen, als dass illegale Drogen so gut als möglich ausgesperrt werden. Mit dem Erfolg, dass Suchtprobleme bei den Lehrlingen der ÖBB kein Thema sind. Zu den Vorwürfen der steirischen Arbeiterkammer ist zu sagen, dass nicht die ÖBB, sondern die Firma Wellcon (Arbeitsmedizinisches Zentrum) diese Tests durchführt. Über das Ergebnis wird nicht an die ÖBB berichtet. Hintergrund ist, dass in der Bewerbungsphase kein Unterschied gemacht wird zwischen Lehrlingen für eisenbahnspezifische Berufe und Lehrlingen für den Beruf des Bürokauffrau/-manns. Praxiseinsätze an Strecken sind Teil der Lehre. Wie die Arbeiterkammer bestätigt, ist dieses Vorgehen rechtskonform.

Schulungen für Lehrlingsausbilder
Die Lehrlingsausbilder werden sehr stark auf dieses Thema sensibilisiert. Unterstützend wurde gemeinsam mit der Konzernjugendvertretung und dem Gesundheitsmanagement ein Leitfaden entwickelt. Ziel ist es, präventiv zu agieren und den Einstieg soweit wie möglich zu verhindern. In das vierstufige Helferprogramm sind auch Psychologen eingebunden. Sollte ein Jugendlicher auffälliges Verhalten zeigen, geht der Jugendliche zur Arbeitsmedizin. Welche Tests dort gemacht haben, entzieht sich der Kenntnis der Ausbilder. Das Ergebnis lautet lediglich: für den Lehrberuf tauglich, oder nicht. Insbesondere für hochdrehende Maschinen, Strom oder Streckeneinsatz.

Prävention beim Grünen Kreis
Im Jahr 2008 wurden ca. 27 Lehrlingsausbilder österreichweit, die sich dazu freiwillig gemeldet haben, auf Initiative des Gesundheitsmanagements in Zusammenarbeit mit dem Lehrlingswesen der ÖBB, auf ein 2-tägiges Suchtpräventionsseminar des Grünen Kreises geschickt. Dort wurde auch mit den Lehrlingsausbildern aus ganz Österreich die Interventionskette für den Umgang mit Lehrlingen bei Verdacht auf Suchtverhalten erarbeitet (mit fachlicher Unterstützung des Vereins Dialog).

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