Schwentner: Sexismus in der Werbung sanktionieren

Grüne fordern Regelung im Gleichbehandlungsgesetz

Wien (OTS) - Den Vorstoß von Frauenministerin Heinisch-Hosek, Sexismus in der Werbung im Gleichbehandlungsgesetz zu regeln und zu sanktionieren, nimmt die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner, positiv auf: "Wie kürzlich ein Bundesheer-Werbevideo gezeigt hat, kommt Sexismus in der Werbung sogar im Öffentlichen Dienst vor. Ohne Sanktionen gegen die herabwürdigende Darstellung von Frauen zu Werbezwecken wird sich daran nichts ändern. Es braucht daher Gesetze, die unmissverständlich klarstellen, dass Sexismus in der Werbung nichts verloren hat." Eine Enquete der Grünen im Juni 2009 mit sechs ExpertInnen hat gezeigt, dass diskriminierende und abwertende Werbung leider immer wieder vorkommt. Einige der ExpertInnen haben sich daher für eine gesetzliche Regelung im Gleichbehandlungsgesetz ausgesprochen.

"Nur den Werberat um einen ExpertInnen-Beirat zu erweitern, löst das Problem sicher noch nicht. Denn der Werberat ist ein zahnloses Selbstregulierungsgremium der Wirtschaft. Zu einem tatsächlichen Stopp einer sexistischen Werbekampagne kommt es nur in den seltensten Fällen. In einigen Fällen erklärt sich der Werberat außerdem für nicht zuständig", so Schwentner. Obwohl es 2008 und 2009 beim Werberat mit über 200 Fällen etwa doppelt so viele Beschwerdefälle wie 2007 gegeben habe, kam es nur in vier Fällen zu einem sofortigen Stopp der Werbekampagne. 2007 war das immerhin noch achtmal der Fall.

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