Finanzrisikomanagement liegt bei Österreichs Top-Unternehmen im Trend

Unternehmen zeigen erhöhte Sensibilität im Umgang mit finanziellen Risiken

Linz (OTS) - Das Management finanzieller Risiken gewinnt für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Große Unternehmen, die an internationale Rechnungslegungsstandards gebunden sind, kommen der immer umfangreicheren Dokumentationspflicht von Risiken nach. Doch vor allem die Krise auf den Kapitalmärkten führte klar zu einem Umdenken und einer erhöhten Sensibilität in den Unternehmen in Bezug auf den Umgang mit finanziellen Risiken. Dies belegt eine aktuelle Studie des Center for Accounting Research der Universität Graz in Kooperation mit dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG Linz.

Die Studie zeigt die Zusammenhänge zwischen Rechnungslegung, Wirtschaftskrise und Risikomanagement auf. Untersucht wurden die Auswirkungen ständig steigender Anforderungen von internationalen und nationalen Rechnungslegungsstandards auf die Finanz- und Risikoberichterstattung sowie die Auswirkungen der Regelungen und der Wirtschaftskrise auf das Management, die Dokumentation und die Organisation finanzieller Risiken. Basis der Studie bildet die Befragung der 500 größten Unternehmen Österreichs (mit Ausnahme von Banken und Versicherungen).

Energie- und Rohstoffrisiken werden am höchsten eingestuft

Von den Marktpreisrisiken schätzen die Unternehmen im Durchschnitt Energie- und Rohstoffpreisrisiken am höchsten ein, gefolgt von Währungs- und Zinsänderungsrisiken.

Unter Energie- und Rohstoffpreisrisiken versteht man die Gefahr, dass der Zeitwert eines Vermögenswertes oder künftige Cashflows aufgrund der Änderungen der Marktpreise schwanken. Ein interessantes Ergebnis der Studie ist, dass Energie- und Rohstoffpreisrisiken trotz der höchsten Risikoeinstufung von weniger als der Hälfte der Unternehmen aktiv gemanagt werden.

Dazu Christian Engelbrechtsmüller, Partner bei KPMG Linz und Mitherausgeber der Studie: "Börsennotierte Unternehmen managen Energie- und Rohstoffpreisrisiken häufiger als nicht börsennotierte Unternehmen. Als Reaktion auf die Finanz- und Wirtschaftskrise wurden die Absicherungsquoten erhöht. Die Reduzierung der Ergebnisvolatilität ist dabei das wichtigste Ziel."

Zwei Drittel managen Liquiditätsrisiko aktiv

Liquiditätsrisiken - wenn das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann - stellen das am häufigsten gemanagte Finanzrisiko dar. Zwei Drittel der befragten Unternehmen haben bereits ein aktives Liquiditätsrisiko-Management etabliert.

Die vollständige Presseaussendung mit Studie, Fotos und Grafik finden Sie unter http://www.kpmg.at/de/topics/6224_DEU_HTML.php.

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