FPÖ-Weinzinger: Eurozone als einheitlicher Wirtschaftsraum nur zwischen strukturähnlichen Staaten sinnvoll

"Eurozone ist politisch geformter Körper und kein optimaler Währungsraum"

Wien (OTS) - Im heutigen Budgetausschuss zeigte der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich und Finanzsprecher des FPÖ-Parlamentsklubs, NAbg. Lutz Weinzinger, auf, "dass die unterschiedlichen Währungen nicht nur deshalb existieren, um Reisenden und Unternehmern mit bürokratischen Hemmnissen auf die Nerven zu gehen, sondern sie haben einen praktischen und äußerst wichtigen Sinn: Ökonomische Ungleichgewichte zwischen Wirtschaftsräumen abzufedern. In einer Weise, von der die Masse der eigenen Wirtschaftssubjekte möglichst wenig beeinflusst wird."

In der Regel bedeute dies, so Weinzinger, "dass wirtschaftlich schwächere Staaten potenziell entstehende Ungleichgewichte - etwa Defizite, höhere Zinsen für Staatsschulden, strukturelle Nachteile der Volkswirtschaften, unterschiedliche Produktivität, Handelsbilanzungleichgewichte - durch Abwertung ihrer Währung ausgleichen. Importe werden teurer und gehen zurück, während Exporte billiger und daher wettbewerbsfähiger werden." Das wirtschaftlich stärkere Ausland könne sich im Gegenzug billiger eindecken und generiert Wohlstandsgewinne. Die Eurozone habe bekanntlich einen einheitlichen Wirtschaftsraum geschaffen, der diesen Korrekturmechanismus beseitigte. "Die von Robert Mundell zu recht nobelpreisprämierte Theorie besagt, dass einheitliche Währungsräume nur zwischen solchen Staaten sinnvoll sind, deren Struktur sehr ähnlich ist und die daher dieselben geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen brauchen werden. Das ist aber beispielsweise etwa nur bei der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und den Niederlanden der Fall", so der FPÖ-Finanzsprecher.

"Tatsache ist: Die Eurozone ist ein rein politisch geformter Körper und kein optimaler Währungsraum. Die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der einzelnen Teilnehmerstaaten verursachen über einige Jahre hinweg enorme Fliehkräfte, zu deren Abfederung das wichtigste Instrument aber aufgegeben wurde. Übrig bleiben als Alternative vor allem die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit durch ökonomisch schwindsüchtige Maßnahmen wie Lohnreduktionen, Lohnnebenkostenreduktionen deutlich höhere Zinszahlungen auf die Staatsschuld und eine Anhebung der Kapitalrendite durch Hartwährungspolitik gepaart mit laufender allgemeiner Kostensenkung, auch um den Preis des Abwürgens jeder Konjunktur", so Weinzinger abschließend.

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