Gesundheitsmanager Heinisch: "Wir brauchen eine bundesweite Investitionsstrategie im Spitalswesen"

Vinzenz Gruppe fordert Bekenntnis der Politik zu allen gemeinnützigen Spitälern - auch den privaten

Wien (OTS) - "Krankenhäuser sind besondere Unternehmen, weil es hier um unschätzbare Werte wie die Gesundheit und das Leben der Menschen geht. Daher darf man bei der Diskussion um die Gesundheitsausgaben nicht ausschließlich die Höhe der Kosten betrachten, sondern muss immer auch deren Nutzen mitdenken." Das erklärte Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe bei der Diskussion "Spitalskrise: Brauchen wir mehr Staat oder privat", die am 9. Februar 2010 abends in der WKO statt gefunden hat. Man müsse konsequent prüfen, was den Menschen für die Kosten geboten werde und die Effekte kontrollieren: wie wirken sich die Ausgaben auf die Qualität der Gesundheitsversorgung in Österreich aus.

Dr. Heinisch betont, dass Investitionen in das Gesundheitswesen nicht nur medizinische Qualität bringen. "Sie sind auch ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft. Aber es muss zielgerichtet und effizient investiert werden, damit die richtigen Impulse entstehen. Der Staat ist als strategischer Investor gefordert. Wir brauchen endlich eine bundesweite Investitionsstrategie im Spitalswesen. Und die Politik muss sich zu allen gemeinnützigen Spitälern bekennen - auch zu jenen, die nicht der öffentlichen Hand gehören."
Gestützt wird die Forderung von einer Studie, die die Vinzenz Gruppe bei der Universität Klagenfurt in Auftrag gegeben hat und die den Wirtschaftsfaktor Spital für Österreich misst. Das Ergebnis: Die Spitäler sind ein starker Wachstumsmotor. Arbeitsplätze und Wertschöpfung durch Spitäler bleiben krisensicher. "Wir wollen auf diese Weise einen Anstoß für eine neue Qualität der Debatte geben", so Dr. Heinisch. "Es geht nicht nur um Kosten. Ausgaben für Spitäler sind gute Investitionen, solange alle Mittel effizient eingesetzt und die Spitäler richtig geführt werden. Dass die Mittel in Qualität und Werte für Menschen fließen, darauf legen wir in der Vinzenz Gruppe sehr viel Wert. Nur so stärken diese Investitionen die Gesundheit der Menschen und sorgen für eine gesunde Wirtschaft."

Heinisch legt allerdings Wert darauf, dass die Forderung nach sinnvollen Investitionen nicht dazu führen darf, dass wahllos und undifferenziert Geld ins Gesundheitswesen gepumpt wird. "Das können wir uns nicht mehr leisten! Und es wäre verantwortungslos gegenüber unseren Kindern bzw. den kommenden Generationen."

Eines zeigen die Studienergebnisse deutlich: Effiziente Investitionen in das Gesundheitswesen zahlen sich aus:
* Das Krankenhauswesen ist ein entscheidender, krisenfester Wirtschaftsfaktor
* Krankenhäuser sind Unternehmen - sie brauchen gutes Management
* Rund 62,4% der Belegschaft sind fachlich hochqualifiziert
* Jobs sind unabhängig von Konjunktur und stabilisieren über indirekte und sekundäre Effekte auch andere Branchen
* Spitäler schaffen eine Wertschöpfung von rund 11,6 Milliarden Euro * Die gesamte Wertschöpfung durch Spitäler schafft einen Anteil am BIP von 4,4 Prozent. Das ist mehr als die Landwirtschaft.
*Mehr Infos zu den Studienergebnissen unter www.vinzenzgruppe.at/presse

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