• 09.02.2010, 10:10:14
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Studie: Starkes Ost-West-Gefälle bei Immobilienpreisen

Innsbruck teuerste Landeshauptstadt - Kitzbühel teuerster Ort Österreichs - im Westen wohnen Österreicher am teuersten

Wien (OTS) - Hohe Lebensqualität, geringes Angebot und hohe
Nachfrage führen zu einem starken Ost-West-Gefälle bei den Preisen
für Wohnimmobilien in Österreich. "Im Westen muss man für Immobilien
deutlich tiefer in die Tasche greifen als in den östlichen Regionen
des Landes", erklärt Mag. Alexander Ertler, Immobilienexperte und
Geschäftsführer von www.immobilien.net, Österreichs größter
Immobilienplattform.
Die größten Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen haben 2009
Niederösterreich (+11 Prozent) und das Burgenland (+11 Prozent)
verzeichnet. Gefallen sind die Preise dagegen in Kärnten (-7 Prozent)
und der Steiermark (-5 Prozent). Als teuerste Landeshauptstadt für
Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand positionierte sich Innsbruck
mit (im Median) 3.220 Euro pro Quadratmeter. Die Preise über alle
Eigentumswohnungs-Angebote in der Tiroler Hauptstadt (in gutem und
sehr gutem Zustand sowie Neubauten) legten im Jahresvergleich um 7
Prozent zu.

Platz zwei bei Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand belegte
Salzburg mit (im Median) 2.921 Euro/m2 (größte Steigerung im
Vergleich zum Vorjahr; immerhin +12 Prozent), die Bundeshauptstadt
Wien reihte sich mit 2.688 Euro/m2 (+6 Prozent) auf Platz drei. In
der Kulturhauptstadt 2009 Linz wurden ebenfalls Spitzenpreise bei
Wohnungen in sehr gutem Zustand von satten 2.630 Euro/m2 verzeichnet;
gegenüber 2008 legten die Preise hier nochmals um 2 Prozent zu.

Günstiger ist die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz mit 2.335
Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Am günstigsten waren die
Wohnungspreise in St. Pölten (1.290 Euro/m2) und Eisenstadt (1.217
Euro/m2). Im Mittelfeld in der Top-Kategorie bei den sehr guten
Eigentumswohnungen positionieren sich Graz mit 2.134 Euro/m2 und
Klagenfurt mit 1.950 Euro/m2.

Spitzenpreise bei Immobilien erzielten neben den
Landeshauptstädten vor allem Ferienregionen. Zu den teuersten zählte
2009 der Bezirk Kitzbühel mit einem Angebotspreis von rund 3.000
Euro/m2. Noch teurer ist die Stadt Kitzbühel. Hier kostete der
Quadratmeter Eigentum in sehr gutem Zustand 4.876 Euro.

Im Osten werden so hohe Preise wie in den westlichen
Bundesländern nur in Wien und im Speckgürtel um Wien erreicht. So
kostete im Vorjahr eine Wohnung in sehr gutem Zustand in
Klosterneuburg 2.675 Euro/m2. Für Wohnungen im Bezirk Wien-Umgebung
musste man im Durchschnitt 2.550 Euro/m2 bezahlen.

Häuser in guten Lagen teurer

Nach einem leichten Rückgang bei den Hauspreisen im Jahr 2008 (-1
Prozent), stiegen die Angebotspreise 2009 trotz rückläufiger
Nachfrage österreichweit um 5 Prozent. Zu erklären ist dies durch
mehr Häuser in besseren Lagen und höherer Qualität im Angebot. "Im
Vergleich zu 2008 gibt es wieder mehr Bewegung beim Verkauf von
teuren Immobilien", so Ertler. Trotz steigender Angebotspreise, gibt
es je nach Lage deutliche Unterschiede: "Immobilien in
infrastrukturell gut ausgebauten Gebieten erzielen höhere Preise,
während solche in weniger guten Lagen 2010 stagnieren bzw. weiter
fallen werden", erklärt Ertler.

Grundstückspreise in Niederösterreich und der Steiermark fallen

Die im Österreichvergleich massiv gesunkene Nachfrage nach
Grundstücken hat sich insgesamt auf die durchschnittlichen Preise
ausgewirkt. Diese haben im Jahresvergleich österreichweit um satte 9
Prozent nachgegeben. Im Durchschnitt kostet der Quadratmeter
Privatgrund aktuell 89 Euro. In Niederösterreich wurden Grundstücke
um 6 Prozent günstiger (aktuell im Median 94 Euro/m2), in der
Steiermark um 5 Prozent (50 Euro/m2). Anders in Tirol, wo ein relativ
geringes Angebot weiterhin auf eine hohe Nachfrage trifft und Haus-
als auch Grundpreise gestiegen sind.

Mietpreise nicht unter Druck

"Aufgrund der starken Nachfrage bei Mietwohnungen geraten die
Preise auch weiterhin nicht unter Druck und sind österreichweit um 2
Prozent gestiegen. Darüber hinaus wurde das Angebot an jüngeren
Baujahren in den Landeshauptstädten 2009 größer, was zu höheren
Angebotspreisen führte", erklärt Ertler die Steigerungen bei den
Mietpreisen am freien Markt.

Der Vergleich der 9 Landeshauptstädte zeigt: Innsbruck ist auch
bei den Mieten mit 10,7 Euro/m2; die teuerste Landeshauptstadt.
Wohnungen in sehr gutem Zustand kosten hier sogar 11,4 Euro/m2. In
der Stadt Salzburg legten die Preise mit 9 Prozent am stärksten, auf
9,5 Euro/m2, zu. In Wien kosteten Wohnungen 9,3 Euro/m2, wobei
Innenstadtlagen rund 15 Euro/m2 erreichten, Randbezirke dagegen nur
7-8 Euro/m2. Die Landeshauptstädte Klagenfurt, St. Pölten und
Eisenstadt verzeichnen die günstigsten Mieten mit 6,6 Euro/m2 in
Österreich.

Ausführliche Grafiken und Preistabellen finden Sie unter
www.immobilien.net/presse zum Download!

Die Datenbasis

IMMOBILIEN.NET erhebt als größte heimische Immobilienplattform in
regelmäßigen Abständen Trend- und Marktstudien. Aufgrund der hohen
Datenbasis tragen diese Erhebungen maßgeblich zur Erhöhung der
Markttransparenz bei. Den oben genannten Angaben lagen insgesamt
59.309 Eigentumswohnungen, 32.806 Mietwohnungen 30.884 Häuser im
Eigentum und 13.356 Privatgrundstücke in Österreich zu Grunde, die im
Jahr 2009 über professionelle Immobilienanbieter auf
www.immobilien.net angeboten wurden. In die Ermittlung des Medians
flossen sowohl gebrauchte als auch neue Immobilien ein. Um ein noch
aussagekräftigeres Ergebnis zu erhalten, wurde in einigen Fällen eine
Differenzierung nach Zustand vorgenommen.

Rückfragehinweis:
IMMOBILIEN.NET, Mag. Martin Miesler
Tel.: +43-1-586 58 28-214
eMail: [email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2570

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