Lapp zu Huainigg: Pflegefonds braucht frisches Geld - Nicht auf Kosten der Pensionisten

Sozialpolitik als Produktivkraft erkennen

Wien (OTS/SK) - Die Präsidentin der Wiener Sozialdienste und Mitglied des Sozialausschusses Christine Lapp ist verwundert über die Forderung von ÖVP-Behindertensprecher Huainigg, wonach Pensionisten und Pensionistinnen zu Gunsten eines Pflegefonds auf die ihnen zustehenden Pensionserhöhungen verzichten sollen. Zwar sei die Einrichtung eines solchen Fonds "grundsätzlich zu begrüßen", es sei jedoch schon bei den Koalitionsverhandlungen klargestellt worden, dass der Pflegefonds nur durch zusätzliche Mittel gespeist werden könne, so Lapp am Samstag. "Es kann nicht sein, dass die ÖVP wieder einmal die Pensionisten für etwas zur Kassa bitten will, das Aufgabe eines modernen Sozialstaates ist." ****

Lapp regte weiters an, zusätzliche Sachleistungen - wie beispielsweise Tagesbetreuung, Urlaubsunterbringung, Heimhilfe und Pflegehilfe - verstärkt als Unterstützung und Hilfe für Pflegegeldbezieher ins Auge zu fassen. Investitionen in diesem Bereich würden nicht nur die Lebensqualität der Betreuten entschieden verbessern, sondern auch nachhaltig positive Impulse für den Arbeitsmarkt bedeuten. So sei der Ausbau von Tageszentren für Pflege und Betreuung statt nur Pflegegeld ein Beispiel für die Entfaltung von Sozialpolitik als Produktivkraft, so das Plädoyer der SPÖ-Nationalratsabgeordneten für den Ausbau der sozialen Infrastruktur. (Schluss) sa/mb

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001