ARBÖ Wien: Wer die City-Maut nicht will, muss handeln - FOTO/VIDEO

ARBÖ Wien mit neuem Präsidenten - Zweite West-Einfahrt nach Wien gefordert - Für provisorische Öffnung der Abfahrt Simmering

Wien (OTS) - "Es gibt keinen einzigen Grund für zusätzliche Ein-und Ausfahrtsgebühren in Wien. Wer die City-Maut nicht will, muss handeln und seine Stimme persönlich oder per Post abgeben", appellierte Dr. Rudolf Ertl am Samstag bei der Landeskonferenz des ARBÖ Wien. Nach zehn Jahren Präsidentschaft beim ARBÖ Wien wurde Dr. Ertl zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit gekürt. Zum neuen Präsidenten des ARBÖ Wien wurde Ing. Hermann Klein gewählt, Herbert Hübner wurde als Landesgeschäftsführer wiederbestellt.

Schwerpunkte der Landeskonferenz waren der Widerstand gegen die City-Maut, die neu beschlossenen verkehrspolitischen Leitlinien und der harmonische Generationswechsel des ARBÖ Wien. "Autofahrerinnen und Autofahrer in Wien zahlen schon jetzt pro Jahr 100 Millionen Euro fürs Kurzparken, Parkpickerl, Geldstrafen etc. Die jetzige Parkraumbewirtschaftung greift, das Verkehrsaufkommen in den inneren Bezirken ist überdurchschnittlich stark zurückgegangen. Eine zusätzliche Ein- und Ausfahrtsmaut am Ring, Gürtel oder gar an der Stadtgrenze spaltet die Wiener Bevölkerung, ist unsozial und produziert ausgerechnet dort mehr Verkehr, wo es in den Morgen- und Abendstunden schon jetzt staut", fasst Dir. Herbert Hübner, Geschäftsführer des ARBÖ Wien die wichtigsten Argumente im Video "Maut is out" zusammen, das ab sofort auch auf www.arboe.at (und YouTube) zu sehen ist.

Zur Entlastung der Anrainer der Ein- und Ausfahrt bei der Westautobahn nach Wien, fordert der ARBÖ Wien eine Prüfung, ob eine teilweise Einhausung bzw. Tieferlegung möglich wäre. Zudem sollte eine zweite Einfahrt nach Wien evaluiert werden, zum Beispiel eine Parallel-Variante zum Lainzer Tunnel (mit bzw. ohne Schwerverkehr), um somit eine erträgliche Alternative zur extrem witterungs- und unfallanfälligen Außenring-Autobahn (A21) zu schaffen.

Als wichtige stau-lindernde Maßnahme forderten die Delegierten wegen kommender Großbaustellen auf der Südosttangente (A23) die provisorische Öffnung der seit Jahrzehnten gesperrten Abfahrt Simmering nach Vorbild der ebenfalls wegen Bauarbeiten damals provisorisch errichteten Ostautobahn (A4)-Abfahrt Alt-Simmering. Grund: Drei Großbaustellen werden die Stausituation auf der Tangente in den nächsten Jahren weiter verschärfen, die durch die kürzlich erfolgte Freigabe des Regionen-Ringes (S1) und der Nordautobahn (A5) ohnehin stärker befahren wird. Diese Großbaustellen entstehen durch die Sanierungen im Bereich Hansson-Kurve, die Umgestaltung der Abfahrt Landstraßer Gürtel und die Sanierung des Laaer-Berg-Tunnels.

Der ARBÖ Wien versteht sich als treibende Kraft für die Aufrechterhaltung und den Ausbau der städtischen Mobilität, die nicht auf den Autoverkehr reduziert werden darf. So setzt sich der ARBÖ Wien nicht nur für eine weitere Verbesserung des Radwegnetzes in Wien ein, sondern auch für eine starke Förderung von Rad-Abstellanlagen und Schließfach-Anlagen, wo Radfahrer z.B. ihre Helme verstauen können. Ähnliches gilt für Fahrrad-Garagen, bei denen der ARBÖ Wien an einem vielversprechenden Pilotprojekt in Margareten beteiligt ist. Als eine echte Mobilitätsalternative sieht der ARBÖ das Fahren mit E-Cycles (elektrounterstützte Fahrräder) an, das von der Kommune und den Energieversorgern auch in Form passender Infrastruktur unterstützt werden soll (z.B. E-Tankstellen, öffentliche Abstellplätze) und bietet auch seine Prüfzentren als geeignete Andockstellen für E-Cycles an.

Neuer Präsident des ARBÖ Wien

Mit Ing. Hermann Klein (46), Geschäftsführer IG Immobilien Management GmbH, konnte einmal mehr ein Mann aus der Wirtschaft für die rein ehrenamtliche Funktion des Präsidenten des ARBÖ Wien gewonnen werden. Der scheidende Präsident des ARBÖ Wien, Dr. Rudolf Ertl, kann seinem Nachfolger eine gut aufgestellte, investitionsfreudige Landesorganisation mit neun Standorten, 116 Mitarbeitern und operativ deutlich verbessertem Plus übergeben. "Konsequent angepeilte Ziele wurden erreicht, seit 2006 über sieben Millionen Euro investiert. Gleich zwei neue Vorzeige-Standorte gingen in Betrieb: Das richtungsweisende neue Prüfzentrum in der Leopoldstadt an der Südosttangente (A23) und das allen internationalen Standards entsprechende neue Fahrsicherheits-Zentrum mit Verkehrsübungsplatz in Kagran, das die legendäre Anlage des ARBÖ am Flugfeld Wien Aspern abgelöst hat, ohne einen einzigen Betriebstag zu verlieren." Abgeschlossen wurde im Herbst 2009 die Qualitätsmanagement-Zertifizierung des ARBÖ Wien nach ISO 9001:2008. Die Zeichen sind auch in der Zukunft auf Investitionen und Erweiterung gestellt: 700.000 Euro werden 2010 in die Wiener Standorte investiert, der Löwenanteil fließt bis April in Ausbau und Renovierung des Prüfzentrums Wien-Süd (Triesterstraße).

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