"profil": Holender: "Larifari-Festspiele ohne Konzept"

Staatsopern-Chef Ioan Holender kritisiert "Größenwahn dieser Provinzstadt Salzburg"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" bezweifelt Ioan Holender, der Chef der Wiener Staatsoper, den Sinn der Salzburger Osterfestspiele. Es sei "Teil des Größenwahns dieser Provinzstadt Salzburg, zwei internationale Orchester behalten zu müssen". Als voriges Jahr die Berliner Philharmoniker damit drohten, nach Baden-Baden zu übersiedeln, sei noch mehr Steuergeld versprochen worden, um sie in Salzburg zu halten. "Ich frage nur, warum die Österreicher Steuern zahlen müssen, damit Superreiche eine Oper und drei Konzerte um bis zu 1230 Euro sehen zu können. Ist das Kulturpolitik?" Mit dem Auffliegen der Missstände sei deutlich geworden, "wie falsch die Entscheidung für die Subventionserhöhung war".

Zum gefeuerten Geschäftsführer der Osterfestspiele, Michael Dewitte, bemerkt Holender im "profil"-Interview: "Er hat für eine einzige Opernproduktion, die er an zwei Tagen im Jahr aufführt und die bereits anderswo zu sehen war, ein Vielfaches an Repräsentationsbudget ausgegeben als die Staatsoper für ein ganzes Jahr. Und das ist niemanden aufgefallen?" Aus dem Osterfestival seien teure "Larifari-Festspiele ohne Konzept" geworden.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/179

Rückfragen & Kontakt:

"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO0005