Grillitsch schlägt Alarm: Daseinsvorsorge gefährdet

Ländlicher Raum durch drohende Budgetkürzungen in Gefahr

Wien (OTS) - "Wenn durch Kürzungen der Ausgleichszahlungen der ländliche Raum ausgedünnt wird, gefährdet das den Wirtschaftsstandort Österreich", kommentiert Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch die heute veröffentlichten Wifo-Zahlen über mögliche Streichungen bei den Agrarausgaben. "Das Bundesbudget der Republik beläuft sich jährlich auf ca. EUR 69,4 Mrd. Zum Vergleich: Lediglich EUR 639 Mio. des Bundeshaushaltes gehen in die Landwirtschaft und die Entwicklung des ländlichen Raumes. Der heimische Agrarsektor und der ländliche Raum werden vorwiegend durch EU-Mittel unterstützt, insgesamt mit EUR 2,2 Mrd. Zwei Drittel daraus fließen direkt in die Entwicklung des ländlichen Raumes als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum. Das sind wichtige Gelder, die letztendlich den Gemeinden zugutekommen. Schließlich können nur lebendige Gemeinden als Wirtschaftsstandorte der Landflucht entgegenwirken", gibt Grillitsch zu bedenken.

"Weiters sichert allein die Landwirtschaft im vor- und nachgelagerten Bereich 530.000 Arbeitsplätze", verweist Grillitsch auf die tatsächliche Wirtschaftskraft der Landwirtschaft. Anstatt am offenen Herzen zu operieren, solle das Wifo eine Studie vorlegen, die den volkswirtschaftlichen Effekt dieser Investitions- und Innovationsförderungen für die Regionalwirtschaft nachweist, verlangt der Bauernbund-Präsident.

Vehement und geeint in Brüssel auftreten

Regionalwirtschaft sei "das starke Rückgrat der heimischen Wertschöpfung". Einzig und allein dadurch seien für die gesamte österreichische Bevölkerung Lebensmittel in höchster Qualität und Zusatzleistungen wie gepflegte Landschaften und kulturelle Identität gesichert. "Wer hier kürzt, gefährdet die Daseinsvorsorge", unterstreicht der Bauernbund-Präsident klar, zumal auch die Landwirte durch die dramatischen Einkommenseinbußen von 20% im Vorjahr massiv in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind. "Ein Weiterleben unter diesen Vorzeichen ist unmöglich", warnt Grillitsch eindringlich. Auch aus Brüssel heiße es, dass die Agrarbudgets massiv zurückgefahren werden. "Ohne einen nationalen Schulterschluss und das vehemente Auftreten unserer Regierung auf EU-Ebene sind der ländliche Raum und damit die gesamte Daseinsvorsorge, die Lebensmittelsicherheit für Stadt und Land sowie die kulturelle Identität in Österreich ernstlich in Gefahr", warnt der Bauernbund-Präsident.
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