Presseinformation Ernst & Young zur Osterfestspiel GmbH Salzburg

Wien (OTS) -

  • Berichterstattung in ÖSTERREICH ohne Wissen oder Zustimmung von Ernst & Young - Missverständliche Interpretation der aus dem Prüfbericht von Ernst & Young zitierten Passagen
  • Prüfung der Jahresabschlüsse durch Ernst & Young lediglich für die Geschäftsjahre 2006/07 und 2007/08
  • Inhalt des Auftrages waren weder die Prüfung nach Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit der Tätigkeiten der Geschäftsführung (Gebarungsprüfung) noch eine forensische Prüfung.
  • Die Vorwürfe, eine Prüfung überhaupt nicht durchgeführt zu haben oder keine Einsichtnahme in Belege vorgenommen zu haben, weist Ernst & Young klar zurück.

Anlässlich der aktuellen Medienberichterstattung zu den Vorfällen bei der Osterfestpiel GmbH Salzburg und den damit im Zusammenhang geäußerten Vorwürfen gegenüber Ernst & Young möchten wir hiermit im Folgenden einige Punkte klären. Wir nehmen die Sachverhalte ernst und unterstützen eine rasche Aufklärung der mutmaßlichen Verfehlungen bei der Osterfestspiel GmbH Salzburg. Berichterstattung in der Tageszeitung ÖSTERREICH ohne Wissen und Zustimmung von Ernst & Young Zu der in den letzten Tagen erfolgten Berichterstattung durch Zitate aus unserem Prüfungsbericht 2007 in der Tageszeitung ÖSTERREICH halten wir fest, dass diese Berichterstattung ohne Wissen oder Zustimmung von Ernst & Young erfolgte. Ernst & Young weist auch jede Verantwortung für die missverständliche Interpretation der zitierten Passagen zurück. Der Hinweis, dass zum 30. Juni 2007 die notwendigen Kennzahlen des Unternehmens-Reorganisationsgesetzes (URG) nicht gegeben waren, und somit die Voraussetzungen für die Vermutung eines Reorganisationsbedarfs gemäß § 22 Abs 1 Z 1 URG vorgelegen sind, bezieht sich im Wesentlichen auf die negative Vermögenslage der nicht auf Gewinnerzielung gerichteten Gesellschaft, deren Verluste regelmäßig durch den Verein der Förderer der Osterfestspiele Salzburg abgedeckt wurden. Dieser Hinweis steht in keinem Zusammenhang mit den nunmehr geäußerten Verdachtsmomenten über betrügerische Handlungen der ehemaligen Geschäftsführung der Osterfestspiel GmbH Salzburg. Prüftätigkeit Ernst & Young bei der Osterfestspiel GmbH Salzburg Wir wurden von der Geschäftsführung lediglich mit der Durchführung einer freiwilligen Prüfung der Jahresabschlüsse für die Geschäftsjahre vom 1. Juli 2006 bis zum 30. Juni 2007 sowie vom 1. Juli 2007 bis zum 30. Juni 2008 beauftragt und haben diese durchgeführt und darüber Bericht erstattet. Darüber hinaus gab es keine Prüftätigkeit seitens Ernst & Young für die Osterfestspiel GmbH Salzburg. Ziel einer Abschlussprüfung ist die Abgabe eines hinreichend sicheren Urteils darüber, ob der Abschluss des geprüften Unternehmens unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung in allen wesentlichen Punkten den gesetzlichen Vorschriften und dem Gesellschaftsvertrag entspricht und auf der Grundlage der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze ein getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. Auf Grund der immanenten Grenzen der Aussagefähigkeit eines Jahresabschlusses und der Erkenntnismöglichkeiten einer Abschlussprüfung ist die Aussage über den Jahresabschluss insbesondere keine Aussage über die Qualität - insbesondere auch Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit - der Unternehmensführung. Dies wäre Gegenstand einer Gebarungsprüfung. Gegenstand einer Jahresabschlussprüfung ist ebenfalls nicht die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände, wie es bei einer forensischen Prüfung der Fall ist. Ernst & Young war zu keiner Zeit mit der Durchführung einer Gebarungsprüfung oder mit der Durchführung einer forensischen Prüfung bei der Osterfestspiel GmbH Salzburg beauftragt. Stichprobenweise Prüfung und Einsichtnahme von Belegen Die Abschlussprüfungen wurden durch unsere Prüfungsteams mit größter Sorgfalt und in Übereinstimmung mit den berufsüblichen Grundsätzen durchgeführt. Die Prüfung beinhaltet auch die stichprobenweise Überprüfung und Einsichtnahme von Belegen. Anschuldigungen, eine Prüfung überhaupt nicht durchgeführt zu haben oder keine Einsichtnahme in Belege vorgenommen zu haben, weisen wir klar zurück. Auf Grund der immanenten Grenzen einer Abschlussprüfung ist es nicht auszuschließen, dass auch bei ordnungsmäßiger Planung und Durchführung einer Abschlussprüfung Malversationen nicht notwendigerweise aufgedeckt werden, insbesondere wenn gesetzliche Vertreter im Zusammenwirken mit Mitarbeitern oder Dritten an dolosen Handlungen beteiligt sind. Zu den in den Medien geäußerten Verdachtsmomenten über betrügerische Handlungen der ehemaligen Geschäftsführung der Osterfestspiel GmbH Salzburg zum Teil im Zusammenwirken mit Dritten können wir keine Aussagen treffen, da uns Details dazu nicht vorliegen. Rückfragehinweis:

Ernst & Young
Sonja Steur - Corporate Communications
Office: +43 1 211 70 1156
Cell: +43 664 60 003 1156
E-mail: presse@at.ey.com

Wagramer Straße 19
1220 Wien

~

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4756

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUP0001