Kuntzl: Brauchen keine bevormundenden Ratschläge aus Deutschland für unsere Hochschulpolitik

Herkunftslandsprinzip muss gelten: Für faire Lösung auf europäischer Ebene

Wien (OTS/SK) - "Überrascht und durchaus irritiert" über die heutigen Wortmeldungen der deutschen CDU-Bildungsministerin Schavan zur österreichischen Hochschulpolitik ist SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl. "Zwar betont Schavan wortreich, dass sie Österreich keine Ratschläge geben will, ein paar Sätze später aber empfiehlt sie Österreich Zugangsbeschränkungen. Wir wollen aber keine zusätzlichen Hürden für unsere Studierenden und wir wollen genauso wenig diese bevormundenden Ratschläge aus Deutschland", bekräftigte Kuntzl am Freitag. ****

Auch die Aussage Schavans, dass sie Österreich hinsichtlich der Quotenregelung unterstützen will, sei kritisch zu sehen. "Denn im Klartext heißt das nichts anderes, als dass Deutschland via Quotenregelung seine schwächeren Studierenden nach Österreich exportieren will. Wenn uns die CDU-Politikerin unterstützen will, dann soll sie sich so wie wir in der EU für das Herkunftslandsprinzip einsetzen, wonach nur solche Studierenden hier studieren dürfen, die auch in ihren Heimatländern die Berechtigung aufweisen", so Kuntzl. Denn gerade hinsichtlich der deutschen Numerus-Clausus-Flüchtlinge brauche es eine faire Lösung auf europäischer Ebene. Schließlich könne Österreich nicht die Probleme der deutschen Hochschulpolitik lösen, betonte die SPÖ-Wissenschaftssprecherin. (Schluss) mb

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