ÖGJ fordert Maßnahmen gegen soziale Selektion an den Unis

Das Bildungssystem muss grundsätzlich durchlässiger werden.

Wien (OTS) - (ÖGJ/ÖGB) "Sozial Schwache von der universitären Bildung auszuschließen ist ein Armutszeugnis. Damit muss endlich Schluss sein", fordert der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Michlmayr, endlich Maßnahmen gegen die soziale Benachteilung an den Universitäten. Wie eine neue Studie unter dem Titel "Studierenden-Sozialerhebung 2009" ergibt, ist der Anteil der Studierenden aus sozial schwachen Schichten zwischen 1998 und 2009 von 26 auf 19 Prozent gesunken.++++

"Der Studien haben wir genug, jetzt brauchen wir Maßnahmen", meint Michlmayr. Dabei müsse, so der ÖGJ-Vorsitzende, das Bildungssystem grundsätzlich durchlässiger werden. Michlmayr fordert "ein eigens für Berufstätige konzipiertes Studienangebot in großen Studienrichtungen, mehr Abend- und Blockveranstaltungen, bedarfsgerechte Öffnungszeiten von
Bibliotheken und Instituten, Orientierungshilfen zu Studienbeginn, eigene BerufstätigenreferentInnen an den
Universitäten und einen qualitativ hochwertigen Einsatz
neuer Kommunikationstechnologien".

"Bessere Studienvorbereitung, z. B. Berufs- und Bildungswegorientierung als verbindliche Übung in der Oberstufe der AHS und in Form von selbstständigem und vorwissenschaftlichem Arbeiten, muss zum Standard werden", so Michlmayr weiter.

Michlmayr: "Derzeit sind Kinder aus ArbeitnehmerInnenfamilien mit niedrigem oder mittlerem
Bildungsniveau bereits in allen weiterführenden Schulformen deutlich unterrepräsentiert. Ein zukunftsorientiertes Bildungssystem muss den Schwächeren Hilfe geben und die Stärkeren fördern. Unabhängig
vom familiären und sozialen Hintergrund muss effektive Chancengleichheit bestehen."(ff)

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