Leitner/ Razborcan: "Chancen nutzen: SPÖ fordert landesweites Verkehrskonzept"

Regionale Mobilitätskonzepte nur gemeinsam mit allen Betroffenen erstellen

St. Pölten (OTS) - "Es gilt, aus allen Detailstrecken das Beste zu machen. Ein wichtiger Schritt dazu ist die Einrichtung eines Regionalbahnenausschusses auf Landesebene unter Einbindung aller Betroffenen - Landtagsfraktionen, Gemeinden, BürgerInnen und regionale Initiativen. Diese sollen in beratender Funktion eingebunden werden", fordert LHStv. Dr. Sepp Leitner in einer Pressekonferenz und kündigt an, die Gründung eines solchen Gremiums intensiv zu betreiben: "Man muss die Regionen vor Ort einbinden und darf die Bevölkerung nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Es wurde lange genug geschlafen, jetzt haben wir die historische Chance etwas zu verändern."

Außerdem solle ein landesweites Verkehrskonzept ausgearbeitet werden, um sowohl den Personen-, als auch den Güterverkehr zu attraktivieren. "Kein anderes Bundesland weist so ein dichtes Regionalbahnnetz auf, wie Niederösterreich. Das bringt zwar Verpflichtungen mit sich, aber auch Möglichkeiten, die man im Sinne der Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs nutzen sollte", so der Verkehssprecher der SPÖ NÖ, LAbg. Gerhard Razborcan. Durch die Übernahme der Regionalbahnstrecken durch das Land NÖ dürfe es zu keiner Verschlechterung im öffentlichen Verkehr kommen, so Razborcan: "Es müssen klare Konzepte zur Modernisierung der Bahnen bzw. zur Attraktivierung des Fahrplanangebots erstellt werden, die anschließend ein gesamtheitliches Konzept für Niederösterreich bilden." Zahlreiche Beispiele aus der Ost-Region würden zeigen, dass der Personenverkehr entweder eingestellt oder wenig benützt wird, so LAbg. Razborcan weiter: "Im Zuge einer verantwortungsvollen Verkehrspolitik muss der öffentliche Verkehr für die PendlerInnen entsprechend verbessert werden. Der Beitrag zur CO2-Entlastung wäre enorm - das wäre auch ein wichtiger Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Zieles!"

"Ein wichtiger Aspekt bei den Regionalbahnen ist neben dem Personen-auch der Güterverkehr - es müssen Überlegungen angestellt werden, in wie weit beide Bereiche gebündelt werden können", so SPÖ-NÖ-Verkehrssprecher Gerhard Razborcan. Als Beispiele nannte er die Strecken Fischamend - Götzendorf und Kledering - Felixdorf, die im Güterverkehr stark genutzt werden, im Personenverkehr durch Langsamfahrstrecken aber wenig Bedeutung haben. "Hier soll in die Infrastruktur investiert werden, um eine Attraktivierung in beiden Bereichen zu erzielen!"

In NÖ nutzen laut einer aktuellen Studie des VCÖ rund 55 % der Bevölkerung keine öffentlichen Verkehrsmittel: "Das bedeutet, dass das Angebot nicht attraktiv genug ist", so Leitner: "Die ÖBB haben viele Nebenbahnstrecken jahrelang vernachlässigt, es ist klar, dass wir hier einen Lückenschluss brauchen, um bestehende Bahnlinien nicht nur zu erhalten, sondern auch zu modernisieren." Ein Beispiel sei die Verbindung von Wr.Neustadt/Leobersdorf nach St. Pölten betroffen, "hier ist eine Studie notwendig, um alle Potenziale aufzudecken", erklärt LHStv. Sepp Leitner: "Und die Franz-Josefs-Bahn ist ein wesentlicher Verkehrsstrang ins Waldviertel und daher für die PendlerInnen von großer Wichtigkeit." Er kündigte an, einen langfristigen Dialog mit Infrastrukturministerin Bures zu führen, um durch eine entsprechende Attraktivierung der Öffis in den Regionen die Abwanderung aus diesen Teilen Niederösterreichs aufgrund mangelnder Verbindungen zum Arbeitsplatz zu stoppen.

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