Bekleidungsindustrie: "Best Performer" im Vergleich zu anderen Industriezweigen

Bemühungen, Marktstellung im Ausland zu behaupten

Wien (OTS/PWK099) - "Die Bekleidungsindustrie Österreichs hat
die ersten drei Quartale 2009 trotz der in allen Märkten unerfreulichen Rahmenbedingungen im Vergleich relativ gut bewältigt! Diese Positionierung dürfte sich im letzten Quartal 2009 fortgesetzt haben!" stellt Wolfgang Sima, Obmann des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie, im Jahresrückblick fest. Die Umsätze der österreichischen Bekleidungsindustrie waren um knapp 8 % rückläufig, die Aufträge sanken um ca. 11 %. Der Beschäftigtenstand reduzierte sich um 5,4 %. Im Vergleich dazu waren die Industrieumsätze insgesamt um 20 % rückgängig, die Auftragseingänge um 27,4 %. Der Beschäftigtenstand der gesamten Industrie sank um 5,7 %.

"Aufgrund der Wirtschaftslage waren 2009 sogar erstmals die sonst stets steigenden Einfuhren um ca. 8 % rückläufig!" so Franz J. Pitnik, Geschäftsführer des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie. Sowohl die Einfuhren aus anderen EU-Staaten (z.B. Hauptlieferant Deutschland 712 Mio -3,1 %, Italien 232 Mio -10,5 %, Frankreich 39 Mio -7 %) als auch jene aus Billiglohnländern (VR China 636 Mio -4,4 %, Türkei 196 Mio -6,8 %, Bangladesh 126 Mio -7 %) waren erstmals seit vielen Jahren sinkend.

Leider sind auch die Bekleidungsexporte aus Österreich entgegen dem langjährigen Trend durch Minuswerte im Zeitraum 1-9/2009 gekennzeichnet gewesen. Die österreichische Bekleidungsindustrie ist aber trotzdem intensiv bemüht, ihre Marktstellung im Ausland zu behaupten.

So findet auch bei der Frühjahrs-CPM in Moskau zum 11. Mal eine Gruppenbeteiligung auf Initiative des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie statt. Die Marken Airfield (http://www.airfield.at/), Giesswein (http://www.giesswein.at/), Schneiders (http://www.schneiders.com/de/), Sportalm/Emotion (http://www.sportalm.at/) nehmen (teilweise auch als Einzelaussteller) an der Veranstaltung teil, um ihre Position bestmöglichst zu halten und bei einem Wiedererstarken der russischen Wirtschaft als verlässliche Lieferanten optimal partizipieren zu können.

Im übrigen betreffe die globale Wirtschaftskrise auch die Produktionspartner der österreichischen Bekleidungsindustrie, u.a. in den neuen EU-Mitgliedstaaten - so Komm.Rat Sima. Dies habe aber positive Nebeneffekte, da sich die vor zwei bis drei Jahren bereits sehr angespannte Arbeitsmarktlage im Bekleidungssektor, z.B. in Rumänien und Bulgarien gebessert hat. Auch die Zeit hoher Lohnsteigerungen in diesen Ländern sei bis auf weiteres vorbei.

Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht wird vom Branchensprecher Sima abermals eine Übertragung steuerlicher Belastungen von der Realwirtschaft auf die Finanzwirtschaft gefordert. Auch spricht sich Komm.Rat Sima gegen die derzeit in Diskussion stehende Erhöhung der Mineralölsteuer als ungeeignete Maßnahme zum falschen Zeitpunkt aus. (us)

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