FP-Madejski: Es gibt keine Kampfhunde-Rassen

Wien (OTS/fpd) - Die in Wien von der SPÖ als "Kampfhunde" deklarierten 13 Rassen betreffen insgesamt nur drei Prozent aller in Österreich gemeldeten Hunde. Die mit 85 Prozent mehrheitlich vertretenen Mischlinge aller Art werden in diesem Zusammenhang überhaupt nicht berücksichtigt. Damit könnte die "mögliche" Gefährlichkeit eines Tieres mit Sicherheit nicht auf Grund seiner Rasse, sondern höchstens durch eine Messung der Bisskraft festgestellt werden. Außerdem ist festzuhalten, dass nicht der Hund gefährlich ist, sondern der Besitzer, der diesen zu einem sog. "Kampfhund" ausbildet, sagt der Wiener FPÖ-Klubobmann-Stv. Dr. Herbert Madejski im Zuge der Pressekonferenz.

Führschein für alle wäre sinnvoll

Die FPÖ ist dagegen, einzelne Rassen zu kriminalisieren und mit dem Hundeführschein allein auf diese abzuzielen. Vielmehr wäre es sinnvoll, den Hundeführschein für alle Hundebesitzer vorzuschreiben, wobei eine eventuelle Gewichtsbeschränkung etwa ab 10kg angedacht werden könnte. Dadurch kann sichergestellt werden, dass jeder Hundehalter über den richtigen Umgang, die artgerechte Haltung und die Bedürfnisse seines speziellen Tieres Bescheid weiß. Da die Absolvierung des Hundeführscheins für den Besitzer mit Kosten verbunden sein wird, schlägt die FPÖ vor, diesem mit der Hundesteuer entgegenzukommen und sie für ein Jahr auszusetzen. Wer Hundeabrichtekurse bzw. Kurse mit Einzeltrainer absolviert hat, die sich entsprechend kostenintensiver gestalten, soll für 3 Jahre von der Steuer befreit werden, erklärt Madejski.

Strafregisterbescheinigung beim Erwerb eines Hundes erforderlich

Beim Erwerb eines Hundes bzw. bei der Führscheinprüfung oder Hundeabrichteprüfung ist das soziale und persönliche Umfeld des zukünftigen Halters ein wichtiger Aspekt und daher - im besten Falle - vom Verkäufer direkt zu berücksichtigen bzw. zu überprüfen. Bei dieser Maßnahme geht es darum, spezielles Augenmerk auf eventuelle Vorstrafen wegen Gewaltdelikten zu legen. Denn einem auf Grund von gewalttätigen Handlungen gegen Mensch und/oder Tier bereits Verurteilten die Hundehaltung zu gewähren, kann brandgefährlich werden und böse enden, führt Madejski abschließend als Beispiel an. (Schluss) am/hn

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