Sima: Kampfhunde verursachen rund 25 % aller Bisse in Wien!

Hohe Bisskraft unbestritten

Wien (OTS) - "Knapp 5 % aller Hunde in Wien sind sogenannte Kampfhunde, sie sind für rund 25 % aller Bissverletzungen verantwortlich", stellt Umweltstadträtin Ulli Sima im Zuge der aktuellen Debatte um den verpflichtenden Hundeführschein für Kampfhunde klar. "Die höhere Bisskraft von Bullterrier, Rottweiler & co ist unbestritten höher als etwa von einem Dackel. Es geht nicht um eine Diskriminierung von gewissen Hunden, sondern darum, das Zusammenleben im oft engen, urbanen Raum konfliktfreier und sicherer für alle zu machen", so Sima. Die Liste jener Hunde, die nun für einen verpflichtenden Hundeführschein vorgesehen ist, wurde mit Experten erarbeitet und kann auch noch erweitert werden. Derzeit würde sie für folgende Hunde gelten:

Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Mastino Napoletano, Mastin Espanol, Fila Brasileiro, Argentinische Mastiff, Mastiff, Bullmastiff, Tosa Inu, Pitbullterrier, Rottweiler, Dogo Argentino.

Es sind dies auch jene Hunde, über die es immer wieder zu Beschwerden bei der Tierschutzombudsstelle kommt. "Immer wieder werden dort auch Vorfälle gemeldet, bei denen Kampfhunde andere Hunde angreifen, schwer verletzen oder gar töten", so Sima. Auch landen diese Hunde nach Vorfällen oft im Tierschutzheim als auffällige Hunde. "Die Liste ist keine zufällige, sondern eine gut durchdachte und logisch argumentierbare", so Sima. Die Vorfälle mit sogenannten Kampfhunden sind nicht wegzudiskutieren. Sima sieht im verpflichtenden Führschein für genau diese Hundebesitzer einen wichtigen Schritt.

Sie führt derzeit Gespräche mit vielen Experten und mit Vertretern der politischen Parteien im Rathaus zu diesem Thema, um einen breiten Konsens in der Debatte zu finden: "Es geht schlichtweg darum, dass die Hundebesitzer ihren Hund in Griff haben, der Hundeführschein zielt genau auf Alltagssituationen ab, mit denen wir alle täglich konfrontiert werden könnten. Ich bin auch offen, was die Erweiterung der nun geplanten Liste betrifft", so Sima. Man arbeite auch eng mit der Polizei zusammen, die mit der Einführung eines verpflichtenden Hundeführschein auch verbesserte Möglichkeiten zum Einschreiten und verschärfte Strafbestimmungen erhält. Durch das in Zukunft verpflichtende Mitführen des Hundeführscheins ist es für die Polizei wesentlich einfacher festzustellen, ob der sichere Umgang mit dem Hund gewährleistet ist.

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