Überbetriebliche Lehrwerkstätten beschönigen Arbeitslosenzahlen und kosten Steuergeld

RfW-NÖ Fischer: "Lehrlingsausbildung gehört wieder in Unternehmerhand!"

Wien (OTS/RfW-NÖ) - Als bodenlose Frechheit bezeichnet KommR
Walter Fischer, Landesobmann des RfW-NÖ, die Aussagen des AKNÖ-Präsidenten Hermann Haneder zur Jugendarbeitslosigkeit und Lehre: "Die Wirtschaft verabschiedet sich in keinster Weise von der Lehrlingsausbildung. Im Gegenteil, viele Unternehmen möchten gerne Fachkräfte direkt in ihren Firmen ausbilden. Das große Problem, weshalb einige Unternehmer keine Lehrlinge mehr aufnehmen, sind die gegebenen Rahmenbedingungen."

So sieht Fischer als eines der größten Probleme die schlechten Erfahrungen der Unternehmer mit Lehrlingen, die kaum lesen, schreiben oder rechnen können, und dann auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen jahrelang mitgeschleppt werden müssen: "Deshalb fordern wir vom RfW, dass es ein rasches Umdenken in der Schulpolitik gibt. Jungen Menschen müssen schon in der schulischen Ausbildung die grundlegenden Voraussetzungen für eine betriebliche Lehre beigebracht werden."

Bedenklich ist für LO Fischer auch die Regelung der ausnahmsweisen Zulassung zur Lehrabschlussprüfung. Die Voraussetzungen dafür sind, dass der Lehrling mindestens 18 Jahre alt ist, und die Hälfte seiner Lehrzeit absolviert hat: "Hier arbeiten WKNÖ und AMS mit dem WIFI zusammen und fördern mit dieser Ausnahmeregelung jugendliche Tachinierer. Und wir Unternehmer müssen uns dann mit halbfertig Ausgebildeten herumschlagen. Ein unhaltbarer Zustand. Der RfW fordert, dass diese ausnahmsweise Zulassung sofort abgeschafft wird."

Viele Jugendliche tun sich nach der Schule schwer, den für sie "richtigen" Lehrberuf auszuwählen: "Wir Unternehmer haben auch eine soziale Verantwortung - geben wir der Jugend eine Chance!" Deshalb stellt der RfW im Bereich Lehre folgende Forderungen:

? Verpflichtende Lehrstellenberatung mit Eignungstest
? Der Jugendliche hat die Möglichkeit drei verschiedene Berufe auszuwählen
? Nach Beendigung der Schule muss er je drei Monate in den von ihm gewählten Berufen eine Art "verlängerte Schnupperlehre" absolvieren -völlig unbürokratisch.
? Die Kosten sind von der Wirtschaftskammer zu tragen. Versichert sind die Jugendlichen mit den Eltern. Dies soll auch eine Solidaritätsansage der Unternehmer an jene Betriebe sein, die Lehrlinge ausbilden!
? Bleibt der Jugendliche nach den drei Monaten im Betrieb, so ist das auf die Lehrzeit anzurechnen
? Ist der Jugendliche nach 3 x 3 Monaten erweiterter Schnupperlehre noch immer ohne Lehrstelle, dann liegt es an ihm bzw. seinen Eltern, eine Stelle als Hilfskraft oder -arbeiter zu finden.

"Würden diese Forderungen umgesetzt, wäre dies für die Jugendlichen, für die Unternehmer, für die Gesamtwirtschaft und für den Staat nur von Vorteil. Der Jugendliche kann verschiedene Berufe ausprobieren, der Unternehmer bekommt einen interessierten, lernwilligen Jugendlichen, die Jugendarbeitslosigkeit würde gesenkt, und das Geld, welches bisher in die staatlichen, überbetrieblichen Lehrstätten geflossen ist, könnte effektiver in anderen Bereichen eingesetzt werden", stellt RfW-Landesobmann Fischer abschließend fest.(gg)

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