Allianz: Kinder im Winter richtig anschnallen!

Wien (OTS) - Jedes 5. Kind ist in Österreich als Pkw-Mitfahrer nicht ordnungsgemäß gesichert. Gerade im Winter schützen dicke Winterjacken zwar vor der Kälte, im Auto können sie jedoch zur tödlichen Gefahr werden. Die Allianz gibt deshalb Tipps zum richtigen Anschnallen.

Die Unfallstatistik zeigt es ganz eindeutig: Zwei Drittel der im Jahr 2008 im Straßenverkehr getöteten Kinder starben als Mitfahrer in einem Kraftfahrzeug! Und gerade im Winter machen dicke Pullis und flauschige Jacken das richtige Sichern der Kinder im Auto besonders schwierig. Denn sie halten den Nachwuchs während der kalten Jahreszeit zwar behaglich warm, verhindern aber, dass der Sicherheitsgurt straff und nahe am Körper anliegt. Bei einem Unfall kann so der Beckengurt in den weichen Bauchraum abrutschen und zu lebensbedrohlichen Verletzungen der inneren Organe führen. "Um den zusätzlichen Zwischenraum zwischen Körper und Gurt zu vermeiden, zieht man dem Kind am besten vor Antritt der Fahrt die Jacke aus", erklärt Allianz Serviceexperte Mag. Xaver Wölfl.

Näher ran ist besser

Speziell im Winter, wenn die Autoheizung aufgedreht ist, wird einem dick eingepackten Kind ohnedies schnell zu warm. Sollte die Fahrt nur kurz oder es sehr kalt sein, kann der Reißverschluss geöffnet und die Jacke nach außen gezogen werden, um die Schultern so frei wie möglich zu machen. Wölfl warnt jedoch: "Auf keinen Fall darf die Jacke über dem Gurt verschlossen werden, da Retter bei einem Unfall sonst das Kind schwerer befreien könnten." Besser sei der "Zwiebel-Look" mit mehreren dünnen Kleidungsschichten. "Und wenn es wirklich sehr kalt ist, legen Sie die Jacke oder eine Decke über den bereits angeschnallten Oberkörper und die Beine."

Falsche Sicherung kostet - eventuell sogar das Leben

Ohne oder durch falsche Sicherung setzen Autofahrer sowohl ihre eigene als auch die Gesundheit ihres Nachwuchses unnötig aufs Spiel. Schon bei geringer Aufprallgeschwindigkeit kann das Kind gegen den Vordersitz und im schlimmsten Fall sogar aus dem Fahrzeug geschleudert werden. "Eine Frontalkollision bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h entspricht etwa einem Sturz aus dem dritten Stock. Doch schon ein Zusammenstoß bei 15 km/h kann für ein ungesichertes Kind tödlich enden", schildert Wölfl.

Um das zu verhindern, sieht der Gesetzgeber vor, dass Kinder bis zu 150 cm Körpergröße mit geeigneten Kinderrückhaltesystemen gesichert werden müssen. Bei Nichtbeachtung der Vorschriften zur Kindersicherung wird der Fahrer mit einer Vormerkung im Führerschein-Register erfasst - und bereits bei der dritten Übertretung innerhalb von zwei Jahren kann der Führerschein weg sein! Wer für mitfahrende Kinder nicht Kindersitze verwendet, die mindestens der Norm ECE 44.03 entsprechen, widersetzt sich der seit 2007 geltenden Regelung des Kraftfahrzeuggesetzes (KFG) und riskiert außerdem eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro.

Vorbilder sitzen vorne

Die Allianz rät daher, die mitfahrenden Sprösslinge immer richtig zu sichern, auch wenn es sich nur um kurze Autofahrten handelt. Wölfl appelliert besonders an das Verantwortungsbewusstsein der Autofahrer:
"Schnallen auch Sie sich bei jeder Fahrt an, denn generell gilt:
Kinder brauchen Vorbilder und Konsequenz."

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