Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): Offener Brief an Finanzminister Pröll

"Es geht um unsere Existenz!" - Geben Sie den Selbstständigen die KMU-Milliarde!

Wien (OTS) - Sehr geehrter Herr Finanzminister,

Selbstständige verdienen sich keine goldene Nase. Im Gegenteil:
Die Situation für Klein- und Mittelbetriebe sowie Einpersonenunternehmen ist dramatisch. Löhne, Miete, Reparaturen, Investitionen etc., das alles kostet Geld. Geld, das viele Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sowie Einpersonenunternehmen (EPU) nicht haben. Und auch von den Banken nicht bekommen.

Eigentlich wäre es die Aufgabe der Banken, ein verlässlicher Partner der Betriebe zu sein. Doch was ist passiert? Durch die restriktive Kreditvergabepolitik der Banken trocknet die Wirtschaft schrittweise aus. Die Selbstständigen kommen nicht mehr an jene Mittel, die gerade jetzt extrem wichtig sind, um Investitionen zu tätigen, Arbeitsplätze zu sichern und Wertschöpfung zu generieren.

Daher haben wir schon vor Monaten auf dieses Problem aufmerksam gemacht, die Öffentlichkeit informiert und die Petition www.recht-auf-geld.at ins Leben gerufen. Unzählige Selbstständige haben uns unterstützt und berichtet, wie sehr sie unter den mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten leiden.

Daher wende ich mich heute nochmals per Brief mit der Bitte um Unterstützung an Sie. Herr Finanzminister, die Klein- und Mittelbetriebe sowie Einpersonenunternehmen brauchen JETZT Finanzierungen. Ich ersuche Sie höflichst: Geben Sie den Selbstständigen die KMU-Milliarde!

Wie Sie sicher auch selbst wissen werden, sind die Töpfe der aws prall gefüllt. Jetzt gehört dafür gesorgt, dass die Selbstständigen auch in den Genuss dieser Finanzierungen kommen. Daher schlagen wir vor, die Vergabekriterien so zu verändern, dass auch KMU und EPU Unterstützung erhalten: Zum Beispiel durch die Herabsetzung der Kredituntergrenze von 10.000 auf 1.000 Euro. Und durch eine Vereinfachung der Vergabekriterien sowie durch eine Beschleunigung bei der Vergabe selbst.

Österreichs Wirtschaft besteht beinahe zur Gänze aus KMU sowie Einpersonenunternehmen. Sie sind die größten Arbeitgeber und Lehrlingsausbildner in unserem Land. Sie zahlen die meisten Steuern und tragen erheblich zur Wertschöpfung bei. Sie sind es, die unser Land am Leben erhalten. Sie sind jede Unterstützung wert. Wir ersuchen Sie: Handeln Sie rasch, damit die Selbstständigen in Österreich überleben können!

Mit freundlichen Grüßen

LAbg. Fritz Strobl
Präsident des SWV Wien

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